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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 11-12 (1883) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
11-12 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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164 und das kann nur zu ihrem Verderben ausschlagen; denn sie sind ja überall die Minderheit, welche schließlich in einem Kampfe mit ihrer Umgebung erliegen muß. Andererseits geht durch die Judenschaft ein Gefühl der Unsicherheit, und die Zahl derer ist nun doch auch nicht eine kleine, wenn sie gleich nicht die Mehrheit der Judenschaft ausmacht, die ein Gefühl für die Thatsache hat: Die Synagoge ist dem Untergange geweiht. Aus diesem Grunde sind nun auch nicht wenige Juden geneigt, die religiöse Frage mit den Missionaren eingehender zu besprechen und weisen dieselben nicht so entschieden, wie früher oft, ab. Deshalb gibt es denn auch manches Erfreuliche aus dem Missions-Gebiete zu melden. Besonders gilt dies für Rumänien. Missionar Kleinhenn in Bukarest darf sagen, daß der Titel eines Missionars in jenem Land einem Manne unter den Juden sofort Achtung verschafft. »Er hat nicht allein leichten Zutritt zu allen Klassen derselben, sondern auch Eingang in ihren Häusern, Synagogen und Zusammenkunftsorten.« Zumal zu den Kinderherzen dringt das Wort der Missionare leicht. Hunderte von jüdischen Kindern besuchen Schulen der Londoner Gesellschaft, und hier wird viel Same ausgestreut, der mit reicher Frucht anfgeht. In Bukarest besuchte ein jüdischer Zeitungsschreiber die Missionsschule. An die älteren Kinder erging die Aufforderung, etwas vor diesem Herrn zu singen. Ohne einen Wink von Seiten des Lehrers wählten diese Kinder zum Erstaunen ihres Besuches aus eigenem Antriebe das Lied: »Der beste Freund ist in dem Himmel«, in dem jede Strophe schließt: Drum Hab' ich's immer so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund! Das Christenthum wird den Sieg behalten, mit diesem Bckenntniß endete denn auch ein Gespräch, das Missionar Pick in Straßburg mit einem reichen jüdischen Bankier hatte. Nach längerer Unterhaltung wählte sich dieser Mann aus den ihm dargebotenen Traktaten »Was hältst du von Israels Rettung?« aus. Am nächsten Abend kam er wieder zu Pick. »Ich habe

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