Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 9-10 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554876-2554882--08088-2564110- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
157 jetzt beträchtlich mehr; und ein Zuzug von Juden, die im Elend vergehen, wenn sich die Mission ihrer nicht erbarmt, findet noch immer statt. Eine größere Zahl derer aber, die jetzt kommen, bittet auch um den christlichen Unterricht, und nicht wenige derselben geben gute Aussicht, ordentliche Christen zu werden. Die Zahl der Arbeiter auf der Gesundheitsstation ist nun auf 100 gestiegen, im Jndustriehause sind 18 untergebracht, in der Heimath für Juden, welche den christl. Unterricht begehren, befinden sich 14 junge Leute und 3 Familien, außerdem aber leben mehrere Familien, die sich selbst zu denen zählen, welche durch die Missionare die religiöse Wahrheit kennen lernen wollen, in verschiedenen Theilen der Stadt und einige Männer in einem Hause nahe am Damasknsthor. Aus der jüdischen Kolonie Samaria, nahe bei Haifa, sind auch einige junge Leute zu den Missionaren gekommen. Dieselben waren aus Rumänien nach Palästina gegangen und hatten dort im Verein mit verschiedenen Familien, unterstützt von dem Engländer Oliphant, jene Kolonie angelegt. Hier mißlang aber alles; Oliphant zog sich von ihrem Unternehmen zurück, und im größten Elend wandten sich 10 bis 12 junge Leute daher an die Jerusalemer Missionare; einige von jenen stehen in ihrem Unterricht, andere begehren von ihnen nur Arbeit und Nahrung. Besonders wächst die Zahl der Kinder, welche der Mission zum Unterricht im Christenthnm übergeben werden. Ein Vater aus Rumänien, welcher seinen ältesten Sohn der Mission anvertrante und selbst in seine Heimath zurückkehrte, traf wieder in Jerusalem mit seiner Frau und 4 Kindern ein, alle die letzteren übergab er den Missionsschulen. Die Eltern bekennen, daß, wenn ihre Kinder Christen werden, sie sebst keine andere Religion als diese haben wollen. Kein sehr schöner Beweggrund, und doch, wie kann der Einfluß der Kinder auf die Eltern dieselben innerlich fördern! Die Erfolge der Mission ziehen die Aufmerksamkeit der Juden stets stärker auf sich, und dies obwohl der Reiz der Neuheit in dem Unternehmen derselben längst geschwunden ist. Die Arbeiter auf der Gesundheitsstation stehen jetzt unter Leitung eines getauften Juden und fügen sich durchaus den Anordnungen desselben. Unter diesen Arbeitern lesen viele ganz aus freiem Triebe das Neue