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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 9-10 (1883) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
9-10 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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156 Offen und wahr berichten die »Ticlings from Zion« über den Gang der Dinge. Die Israelitische Allianz schickte einen Agenten nach Jerusalem, den Major Goldsmid, welcher die Lage der russischen Flüchtlinge untersuchen sollte und der nun auch mit den Schützlingen der Mission in Verkehr trat; einen dauernden Eindruck hat er jedoch auf dieselben nicht hervorgcbracht, obwohl es anfangs schien, als wollten sich viele durch ihn abwendig machen lassen, und so Mancher bei dieser Gelegenheit sein Judenthum recht stark betonte. Auch der von den Juden selbst angelegten Kolonie Rischon Lezion ist es nicht geglückt, die Leute von den Missionaren zu sich herüberzulocken; unter den dortigen Kolonisten selbst herrscht überdem herzlich wenig Einigkeit. Dagegen erschienen zwei Abgesandte der 42 jüdischen Familien, welche sich in Hebron, dem eigentlichen Brutnest des jüdischen Fanatismus, niedergelassen haben, um zu fragen, ob nicht einige von ihnen in der Kolonie, welche die Missionare anlegen wollten, Aufnahme finden könnten; ihre Kinder haben die beiden Leute bereits den Missionsschulen übergeben. Die Rabbinen haben unterdeß den Flüchtlingen der Mission große Anerbietungen und Versprechungen gemacht, waren aber nicht im Stande, denselben darzuthun, wie sie ihr Wort halten würden. Missionar Friedländer, der jetzt in England weilt, um Mittel für die Anlegung einer Missionskolonie zu sammeln, wird gegenwärtig ganz durch Rev. A. H. Kelk vertreten. Die neusten Nachrichten nun enthalten unter Anderem Folgendes: Die Einwanderung von Juden dauert trotz aller Gegenmaßrcgeln der Türkei immer noch in Palästina fort, und an die Missionare wenden sich stets von Neuem verschiedene dieser Ankömmlinge. Etliche, die bereits von ihnen gegangen oder in die Heimath geschickt waren, kehren zu ihnen zurück und bitten dringend um nochmalige Aufnahme. Andere haben in der Ferne glühende Berichte über Missionskolonieen gehört und erscheinen nun mit der Bitte, in dieselben eintreten zu dürfen. Einige, die für sich selbst den Unterhalt nicht erwerben können, haben ihre Kinder in die Missionsschulen gegeben. Indem so aber die Zahl derer noch wieder gestiegen ist, für welche die Mission sorgen soll, haben sich die Geldausgaben sehr vermehrt. Früher betrug die tägliche Ausgabe etwa 200 Mk.,

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