Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 9-10 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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153 So wird sein Uebertritt zur christlichen Kirche ein gewaltiges Zeügniß und eine mächtige Mahnung für Juden und Christen. Hier stumpfen sich die gewöhnlichen Ausflüchte und Einwendungen ab. Das haben Christen wie Juden damals gefühlt, das werden auch unsere Leser fühlen müssen. Möchte der Stachel, der sich in Hirschleins Herz eingesenkt hat und dem er nach Jahre langem Widerstreben stille gehalten hat, dasselbe bei Jedem wirken, dem diese Zeilen zu Gesichte kommen. Die In-en-Missions-Conferery in Berlin vom 19. bis 21. Juni ist die ersterc, größere und allgemeinere seit dem Jahre 1870 gewesen; kleinere waren ihr allerdings vorangegangen. Als Vorläuferin künftiger Versammlungen, welche zu einem lebendigen evangelischen Zeugniß an die Juden ermuntern sollen, hat sie ihre Bedeutung. Denn das ist freilich der Hauptwerth von dem diesmaligen Beisammensein der etwa 100 Missionare und Missionsfreunde, die sich an den Berathungen bethciligten, daß man sich darüber klar wurde, man habe die Aufgabe, und die verheißungsvolle Aufgabe, dahin zu wirken, daß die Missionsgescllschaften und die angeregteren christlichen Kreise allerwärts mit größerem Muthe und erhöhter Zuversicht an das Werk treten, welches auf die Bekehrung der Juden zu Christo abzielt. Es ist an dieser Stelle nicht nöthig, auf die einzelnen Vorträge und Ansprachen, welche die Versammlung brachte, ausführlich einzugehn. Das Nöthigste hierüber genügt an dieser Stelle. Nach einer Vorversammlung, welche die Erschienenen einander bekannt machte, hielt Pastor Orth in Herzen und Geist ergreifender Weise die einleitende Ansprache auf Grund von Römer 1, 16. Pastor Schwarz (Berlin) zeichnete »den Stand der Judeumission in der Gegenwart.« vr. Heman (Basel) behandelte »die Pflege der Gemeinschaft der einzelnen Missionsgesellschaften unter einander.« Der Herausgeber der »Dibre Emeth« sprach über »Katechumenen- Unterricht und -Pflege,« und Pastor Daab (Berlin) wies auf die schwierige Frage über die rechte Stellung zu den Vagabonden in der Mission hin. Manchen wird es lieb sein, zu hören, daß unter Anderem beschlossen wurde, Professor Strack (Berlin), Dr. Heman