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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 9-10 (1883) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
9-10 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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149 der Münster-Kirche. Herr Beat Werdmüller, Archidiakon zum Münster, hielt eine Predigt über 2. Cor. 7,1. Taufzeugen waren David Oeri, Zunftmeister und Präsident der Proselytencommission, Jakob Lavater, Professor der Theologie und Chorherr am großen Münster, Joh. Schmutz, Pfarrer zu Wollishofen, Joh. Jakob Ziegler, Diener des göttlichen Wortes. Nach der Taufe erhielt er den sogenannten Taufpfennig. Ein Züricher Studiosus, welcher der Taufe beiwohnte, schrieb an einen seiner Freunde deshalb: »Bei seiner Taufe hat er ein herrliches Gebet gethan. Ich habe ihn verschiedene Male gesprochen, er ist auch bei mir gewesen. Er liebt den Heiland von Herzen und wandelt seiner würdig, in Einfalt und Ehrerbietung, mit völliger Selbstüberlassung in seine Führungen. Er hat mir einen Brief gezeigt, den er an seine Frau und Kinder geschrieben, der sehr zärtlich, ernstlich, beweglich und erwecklich war. Seine Begierde nach dem Heile der übrigen Juden war ungemein brünstig, und er ist wirklich jetzt hingegangen, wenn ihm Gott Gelegenheit gibt, an ihnen zu arbeiten. Er hat ein großes Vertrauen zu Gott; in demselben hat er vor, die, so er etwa einmal betrogen, zu bezahlen. Sonst geben ihm alle Juden ein gutes Zeugniß, und viele sind durch ihn bestürzt gemacht. Er hat auch nichts Eigenes mit seiner Bekehrung suchen können, weil er vollkommen wohl versorgt und sehr beliebt gewesen.« Hirschlein selbst schließt seinen Traktat im Anschluß an Ps. 2 mit den Worten: »Damit die Menschen wohl wissen, wohin sie sich wenden sollen und sich nicht scheuen sollen, auf ihn zu vertrauen, denn er stößt keinen hinweg, der zu ihm kommt, steht: wohl allen, die ihm vertrauen. Nun steht mein ganzer Glaube in den Worten: »Küsset den Sohn« und »wohl allen, die ihm vertrauen.« Da bin ich bei Gott geliebt. Denn er will haben, ich soll mich in seinen Sohn mit Liebe versenken. Alle Engel lieben mich, denn sie haben Freude über einen Sünder, der Buße thut. Und alle Heiligen werden meine Liebhaber, wenn ich ihre Wege gehe und versenke mich mit meiner Liebe ganz in den Herrn Messias, in welchen sie sich mit ihrer Liebe versenkt haben.« Bald nach seiner Taufe besuchte Hirschlein den Professor Callenberg in Halle und ließ dort unter 'dessen Beistand seine Schrift »Bezeugung und Ermahnung« erscheinen, deren 1. Auflage

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