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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 9-10 (1883) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
9-10 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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148 die christliche Kirche und die Taufe bat. Man hat ihm ganz willfährig entsprochen und inzwischen noch einige Wochen vorbeigehn lassen, daß er in unserm allerheiligsten Glauben desto besser gegegründet und darin gestärket würde. In dieser Zeit des dortigen Aufenthaltes hat er sich erbaulich aufgeführt, nichts gern geredet und gehört als etwas heilsames, des großen Gottes und unsers Heilandes nie anders als mit größter Ehrerbietung gedacht, die Fundamentartikel der christlichen Religion mit großer Freiheit im Reden erkannt und bekannt, und obwohl vorher erzähltes Gesicht ihn endlich für seine Person völlig überzeugte, so berief er sich nicht darauf, sondern auf unumstößliche Gründe und die Schriften der Apostel und Propheten. Cr macht sich ein Gewissen, im Geringsten ohne genügsame Sicherheit anderer Meinung Beifall zu geben. Was nicht den Grund des Glaubens und sein Heil eigentlich angeht, darauf will er sich nicht tief einlassen. Im Christenthum dringt er sehr auf das rechtschaffene, innere Wesen. Er bezeigt eine große Liebe gegen Jedermann, insbesondere gegen seine Brüder nach dem Fleisch, die Juden, um deren Erleuchtung er ernstlich zu Gott seufzt. Er ist überzeugt von seiner natürlichen Verdorbenheit und Geneigtheit zum Bösen und hingegen von der Nothwendigkeit der Gnade Gottes in Christo Jesu zum Anfang, Fortsetzung und Vollendung alles Guten, um die er sich bemüht, um die er seufzt und um welche für ihn zu bitten er alle Mitmenschen herzlich ermahnt. Die liebreichen Bemühungen der gottseligen und gelehrten Männer, mit denen er Zeit seines Hierseins Umgang' gehabt, insbesondere der treue Fleiß des Herrn Joh. Schmutz, neu erwählten Pfarrers zu Wollishofen, neben fortgesetztem Lesen und Ergründen der heiligen Schrift sind durch Gottes Gnade so gesegnet gewesen, daß er Montag, den 25. Maü, vor den Herren der Proselyten- Commission zu aller Vergnügen sein Glaubensbekenntniß abgelegt, worauf ihm die Aufnahme in die christliche Kirche und Taufe bewilligt und für Dienstag, den 26. Mai (1746), festgestellt wurde, damit er zugleich am Psingstfest des heiligen Abendmahles theilhaftig werden könnte. Die heilige Taufe wurde verrichtet in Gegenwart einer sehr großen Menge Volkes von Herrn Caspar Pfenniger zu Zürich in

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