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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 7-8 (1883) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
7-8 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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123 Neue Testament gelesen, und in einem Traum der vorangehenden Nacht sei ihm etwas wie eine Hand erschienen, die ihm das Neue Testament, dessen Titelblatt aufgeschlagen war, entgegenhielt; er habe ferner einige unbestimmte Vorstellungen von der Erlösung durch einen Mittler gehabt, habe Christen sagen hören, daß Jesus der wahre Messias sei, welcher dem Volke Israel verheißen und von ihm erwartet worden sei, er habe erfahren, daß derselbe am Kreuze gestorben sei, und daß die Christen versicherten, er habe sich als ein Opfer für die Sünden der Welt selbst dargebracht. Obwohl durchaus noch nicht im Klaren über die Messiasschaft Jesu, habe er doch mehr Glauben an ihn als an die leeren Ceremoniecn und Gebräuche der Juden, die ihm im Innersten nichtssagend und abgeschmackt erschienen. Er wolle darum über die Erlösung durch Jcsum unterrichtet werden, und wenn dies der Weg wäre, auf dem ein so verworfener Sünder, wie er, mit Gott versöhnt werden könne, so hoffe er, werde ihm der Geistliche dies zeigen. Pr. Füller führte ihn darauf tiefer in das Wesen der Sünde ein und zeigte ihm klarer seine persönliche Schuld, um ihm die Entfremdung seines Herzens von Gott und die Feindschaft gegen denselben klar zu machen. Er wies ihm nach, wie er auch das Licht nicht gebraucht habe, das er als Jude besessen, und zeigte ihm den gewaltigen Ernst der Gebote Gottes, die sich selbst auf die Gedanken und die Absichten des Herzens erstrecken. Die Heiligkeit Gottes wurde dem Kranken nach dem Alten Testament vor Augen gestellt, und wie er selbst die Nieren der Menschen prüft, dann aber auch ihm der große Erlöser gezeigt, welcher kam, um zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Auf diesen Erlöser wurde mit den Worten der Propheten, und besonders mit denen des Propheten Jesaias, hingewiesen, ebenso auf die Verheißungen, die auch schon im Gesetze vorgebildet waren, und besonders auf die Opfer, welche eine Erfüllung forderten, zugleich ihm aber aus alle Einwendungen, die ihm von der früheren Zeit her gegenwärtig waren, Antwort gegeben. Ein Stück der christlichen Lehre nach dem andern wurde ihm dann allmählig mitgetheilt und dabei auf die Einwände der Juden Rücksicht genommen. Jetzt begannen in dem Kranken neue Kümpfe; die christliche Lehre wollte nicht so schnell in ihm haften, aber desto unruhiger

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