Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 7-8 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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119 die ihm der Blick auf seine zusammengepferchten Mitgeschöpfe erweckte. Er erinnerte sich daran, daß sie doch auch Glieder der menschlichen Familie seien, und es schauderte ihn. Eine Stimme schien ihm in's Ohr zu rufen, daß er Böses thue und daß er bei solchem Unternehmen Gefahr liefe. Als sie sich den westindischen Inseln näherten, befahl er dem Schiffskapitän, unter dem Vorwände, für Wasser sorgen zu müssen, in den ersten Hafen einzulaufen. Dort blieb er dann, als habe er daselbst Geschäfte abzuwickeln, und hieß den Kapitän weiter nach Cuba segeln. Das Schiff ging ab und wurde unterwegs von einem britischen Kreuzer »Plejaden« aufgegriffen. Als Joseph dann nach Cuba kam, fand er, daß all sein übel erworbenes Gut und alle seine Hoffnungen verschwunden waren. Aber sein Verlust und die getäuschten Hoffnungen überzeugten ihn nicht von dem Sündlichen und dem Gefährlichen seiner Unternehmungen. Indem er Westindien, den Schauplatz seiner Verbrechen und seines lüderlichen Lebens, verließ, kehrte er nach den Vereinigten Staaten zurück und trat in das Geschäft eines angesehenen Kaufhauses in Albany ein, wo er ein hübsches Gehalt erhielt und zwei Jahre, auch diese noch ohne Gott, zubrachte. Er ging dann nach New-Aork, wo er wieder ein eigenes Geschäft begann. Dies führte er bis zum Sommer 1832 mit vielem Erfolge, bis er in Folge der Handelsstockungen, welche mit der Cholera eintraten, seinen Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen im Stande war. Er rief seine Gläubiger zusammen und gab ihnen all sein Eigenthum, das einen Werth von 50,000 Mk. darstellte. Während seines Aufenthaltes in New-Jork war Joseph ein ausgesprochener Atheist, vertrat öffentlich den Unglauben und verhöhnte die heilige Schrift und die Religion. Er wurde Mitglied eines Clubs von Freidenkern, die regelmäßige Zusammenkünfte deö Sonntags in Tammany Hall hielten. Große Schaaren, und unter ihnen auch viele Damen, wohnten den Versammlungen bei. Zweck dieser Versammlungen war, die Religion und ihre Vertreter in Verachtung zu bringen. Vorlesungen wurden von Robert Owen, Fanny Wright und ihren gottlosen Helfershelfern gehalten. Joseph brachte viel Zeit mit der Vorbereitung zu solchen Vorlesungen zu, deren besonderer Zweck war, Widersprüche in der heiligen Schrift nachzuweisen. In der Woche suchte er