Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 7-8 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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117 Lambrechtshagen. Aus dieser Ehe stammten drei Töchter und ein Sohn; nur zwei derselben überlebten den Vater: August Johann, der aber geistesschwach war, und eine Tochter, Aemilia Catharina Regina. Die Wittwe, gestorben 1823, und die beiden eben genannten Kinder durften nach Meuters Tode die Wohnung im Prediger-Wittwenhause beziehen, lebten aber in äußerster Dürftigkeit. Meuter selbst verschied 1809 am 14. Mai, 69 Vr Jahr alt. In der Kirche wurde er an einem Sonntage vom Schlage getroffen, und so starb er mitten in seiner Arbeit. Meuter war auch ein treuer Pastor; dies zeigen z. B. seine Bemerkungen im Konfirmandenbuche in Lichtenhagen, die den Beweis liefern, daß er die von ihm unterrichteten Kinder auf betendem Herzen trug. Das Wort des Lebens hat er vielen Tausenden unter den Juden und in der Christenheit bezeugt; möge sein Name mit diesen Zeilen der Missionsgemeinde wieder einmal in's Gedüchtniß zurückgerufen sein! Verloren — Gesunden. Rev. Füller theilt aus Montreal in Unter-Kanada unter dem 17. Mai 1836 die Geschichte der Bekehrung eines dortigen Juden der Londoner Missionsgesellschaft mit, die von derselben in der September-Nummer der Jewish Intelligence veröffentlicht worden ist und es verdient, daß sic von Neuem in Erinnerung gebracht werde. Heinrich Abraham Joseph ist in Sorel, Unter-Kanada, 1803 geboren. Seine jüdischen Eltern erzogen ihn ganz in ihren Lehren und Gebräuchen, hießen ihn zu bestimmten Zeiten die vorgeschriebenen Gebete lesen und alles Uebrige der Güte GotteS überlassen. 16 Jahre alt, nach dem Tode seines Vaters, kam er in die Lehre zu einem Kürschner in Montreal, welcher, dem Namen nach Jude, sich weder um Judenthum noch um Christenthum bekümmerte. Während seines Vcrweilens in der Familie dieses Mannes lernte Joseph alle offenbarte Religion verwerfen und gerieth allmählig in völligen Unglauben. Besonders geschah dies dadurch, daß der Meister ihn bei allen Andachtsübungen und beim Gebrauche jüdischer Ccremonicen lächerlich machte; die ersteren nannte er Aberglauben, der nur für Weiber und Kinder gut sei, die anderen abgeschmackt.