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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 7-8 (1883) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
7-8 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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102 von welchem es heißt Jes. 53, daß er die Sünde der Welt trägt, und wir durch seine Wunden heil werden. Wohl dem, der sich heilen läßt!« In Lörach bei Basel kam das Gespräch mit einem Chasan (Vorbeter) auf das Halten der Gesetzes. »Ihr haltet«, sagte der Jude, »das Gesetz auch nicht.« M. frng: »Was für ein Gesetz halten wir nicht?« »Ihr esset z. B.«, lautete die Entgegnung, »Schweinefleisch und feiert den Sabbath nicht.« Der Missionar erklärte ihm, daß den Nichtjuden das Gesetz vom Sinai nicht gegeben sei, »und überdcm ist im Neuen Bund Vieles, was vorher hart und strenge geboten war, aufgehoben. Ferner, nicht wahr, Gott hat es befohlen, man soll keinen Tobten anrühren?« »Ja.« »Wer hat denn Moses begraben, als er gestorben war?« »Gott.« »Nun frage ich, hat sich Gott verunreinigt, da er dies gethan?« »Nein.« »Nun, so kann Gott ein Gebot geben und ist doch selbst nicht gebunden, dasselbe zu halten. So kann es auch der Messias, weil er mit dem Vater gleichen Wesens ist. Sein Gesetz ist ein Gesetz der Freiheit und des Lebens, nicht der Furcht und des Todes. Wir verunreinigen uns nicht, wenn wir dieses Fleisch essen, wir können es thun, wir können es auch lassen.« »Aber euer Evangelium gibt den Leuten Freiheit, zu lebe«, wie sie wollen.« »Das gar nicht; wer dies sagt, versteht unsere Lehre nicht. Abraham, Moses, David und alle Heiligen des Alten Bundes hatten eine Versöhnung. Wenn sie sich versündigt hatten, so konnten sie ein Opfer für ihre Sünden bringen; deshalb aber hatten sic gar keinen Freibrief, zu sündigen, wie sie wollten. Das Wort und die Gnade Gottes und die Versöhnung des Mittlers erlauben uns nicht, 'inuthwillig in den Tag hincinzuleben und Sünde» auf Sünden zu häufen. Der Sünder wird gestraft und der Fromme begnadigt.« Der Jude siel ein: »Aber auf diese Weise brauche ich Keinen, der für mich bezahlt; denn wenn ich fromm bin, so komme ich doch ohne den Messias in den Himmel.« M. bezeugte dagegen: »Ohne den Messias könnt ihr gar nicht fromm, viel weniger selig werden. Kein Einziger im Alten Testamente ist ohne den Messias selig geworden. Sie haben den ganzen Grund ihrer Seligkeit auf den Messias gesetzt.« »Aber er war ja damals noch gar nicht gekommen!« »Nein, aber versprochen schon i» der Verheißung von dem Wcibessamcu, welcher der Schlange de» Kops

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