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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 7-8 (1883) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
7-8 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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101 das Entweder—Oder, aber Niemand, der ihn gehört hat, konnte auch im Zweifel darüber sein, um was cs sich handle. Lassen wir eine Reihe von Beispielen diesen seine» Verkehr mit den Inden verdeutlichen. 1764 war er mit Bnrgmann in England. Beide fanden unter den Inden Londons einen leichten Eingang und durften mit ihnen die Frage des Glaubens sehr eingehend besprechen. Die englischen Juden zeigten sich damals überhaupt verhältnißmäßig zugänglich und hörten oft die Predigten evangelischer Geistlichen in den Kirchen an. Ebenso williges Gehör fanden die Missionare bei den dortigen Ehriste», und ihre Wirksamkeit machte daselbst einen solchen Eindruck, daß man Bnrgmann als Geistlichen an die Savoyer-Kirche in London berief. Dort nun wurde Meuter einmal von einem Juden gefragt, was er von dem Glauben der Inden halte? M. antwortete: »Von dem Glauben der Väter Alles, von dem jetzigen Glauben der Juden aber nichts, denn die Erzväter glaubten an den zukünftigen Messias. Jakob gründet 1. Mose 49 ans seinem Sterbebette seine Hoffnung auf den Erlöser, da er spricht: „HErr, .ich warte auf dein Jesus-Heil!", auf welches Heil sich die Gläubigen in Israel damals im Geist gefreut und selig in ihm gestorben sind. Was aber das heutige Judenthum betrifft, so sind sie ganz von dem Wege abgetreten, und ist weder Furcht noch Erkcnntniß Gottes bei ihnen.« Der Jude unterbrach ihn: »Es ist aber doch der beste Glaube.« M. entgegnete: »Es ist gar kein Glaube mehr. Ihr seid mitten auf dem Wege sitzen geblieben. Es ist die Zeit bei euch, da cs weder Tag noch Nacht ist, und wie Hosea 3 weissagt, eine Zeit, da die Kinder Israel lange Zeit ohne König sitzen sollen. Jst's nicht so?« Statt anderer Antwort geschah die Frage: »Sollen wir euren Messias annchmen?« Der Missionar bezeugte darauf: »Wer selig werden will, der muß ihn schlechterdings annchmen, denn daß Gott ein gerechter und rächender Gott über das Böse ist, wißt ihr. Und daß ihr alle große, recht große Sünder seid, fühlt ihr, ihr könnt eure Sünden nicht selbst unter einander büßen. Ein Aussätziger kann den andern nicht gesund und rein machen, es muß ein Opfer für die Sünde gebracht werden, welches vor Gott giltig ist. Ich weiß kein ander Schuld- und Versühnopfer als das, welches die Propheten, von Gott gelehrt, zeigen,

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