Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 3-4 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554876-2554879--07984-2564003- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
66 mit meiner Zedoke (Gerechtigkeit), ich will ja nur sagen, daß ich doch auch gern Gott lieben möchte!« ES kam unterdcß noch ein Jude hinzu. Der Polnische sagte: »Nu, den müssen Sie strafen, der ist ein Entweiher des Sabbathö!« Der alte fromme Jude jedoch bedeutete ihn und sagte, er möge doch nur erst an seine eignen Sünden denken, in andern Stücken sei er eben so sündig. Unterdcß kamen immer mehrere Juden hinzu, und ich entfernte mich, um einem Auflaufe zu entgehen." Allein wenn auf der einen Seite Widerstreben ist, so ist auch auf der andern Hingabe. In einem Briefe einer von der Göttlichkeit Christi und der Wahrhaftigkeit seines Wortes überzeugten Seele ans Israel an Händcs heißt es: »Wo viel gebeten wird, da wird auch viel gegeben. Darum bete und ringe ich auch mit thriinendem Auge und blutendem Herzen, daß der Herr mir geben wolle, wonach ich schmachte, nämlich die Taufe seines Geistes, damit mir Keiner die Wassertaufe wehren könne. Es hülfe ihnen allen aber nichts, wenn sic mir mit allen Zweifeln entgegenträten. Je mehr man mir absprechen will, daß Gott nnser Heiland mich seine Gnade hat schmecken lassen, ja wenn man es auch eine fixe Idee schelten mag, was mich zur Taufe treibt, je länger ich warten muß, glauben Sie mir, desto fester wird in meiner Seele das klare Bewußtsein, daß des Herrn Gnadenlicht mir gewiß an's Ziel leuchten wird. Je länger es währt, desto mächtiger wird meine Sehnsucht, desto inniger mein Gebet um Licht und ewiges Leben, das ich nur in Christo Jesu gewinnen kann. Dazu gehört aber auch, daß ich vor der Welt ihn nicht zu verläugnen brauche, sondern laut bekenne und verkündige, daß Jesus Christus auch mein Herr und Gott ist. — Der Herr sei mit uns mit seiner treuen Liebe in christlicher Gemeinschaft.« Bon einem erbaulichen Vortrage in N. schreibt Händes folgendermaßen: „Ich fand einen schönen, geräumigen Saal für meine Absicht eingerichtet. Ich fand einen schön gezierten Tisch nebst anderweitiger Vorbereitung. An dem Fuße des Tisches, wo ich sitzen sollte, waren mit Blumen zierlich die Worte gelegt: »Geheiliget werde dein Name!« Als ich vor den Tisch trat und diese Worte erblickte, da gab es mir der heilige Geist ein, gerade diese zum Texte meiner Rede zu machen, und sogleich begann ich, von dem Herrn getrieben, darüber zu sprechen, was die Heiligung