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Dibre Emeth · 1883-01-01 · 3-4 (1883) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
39 (1883)
Issue
3-4 (1883)
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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45 lassen, die er »Autoemancipation«, d. i. Selbstbefreiung, betitelt. (Berlin, W. Jßleib. 1882. S. 36. 1 Mk.) Hier erklärt derselbe, und wir bringen nun meist wörtliche Auszüge aus seiner Schrift: Die Juden bilden im Schooße der Völker, unter denen sie leben, ein fremdes Element, welches keine Nation in sich zu verschmelzen vermag und das daher auch keine Nation gut vertragen kann. Die Aufgabe besteht nun darin, ein Mittel zu finden, durch das jenes sich auf sich selbst abschließende Element dem Völkerverbande derart angepaßt werde, daß der Judenfrage für immer der Boden entzogen sei. Auf Einvernehmen ist unter den Nationen nur zu rechnen, wenn eine gewisse Ebenbürtigkeit der Stellung und der gegenseitigen Ansprüche durch Völkerrecht, Verträge und gegenseitige Achtung hergestellt wird. Eine solche Ebenbürtigkeit der Stellung ist aber in den Beziehungen der Völker zu den Juden nicht zu erkennen. Das ist auch leicht erklärlich. Den Juden fehlt das Meiste von dem, woran man eine Nation erkennt; es fehlt ihnen das ureigene Leben, das ohne gemeinsame Sprache und Sitte, ohne räumliche Zusammengehörigkeit nicht denkbar ist. Die Nationen haben cs nie mit einer jüdischen Nation, sondern immer nur mit Juden zu thun. Ja, nicht selten haben sich die Juden sogar, ihren Schutzgebern zu liebe, ihres ursprünglichen Wesens cntäußert und gewisse allgemein weltbürgerlichc Ansichten und Bestrebungen angeeignet oder eingeredet, welche eben so wenig Anderen Zusagen, als ihnen genügen konnten. Muthwillig haben sie sich ihrer eigenen Nationalität begeben und doch nicht durchgesetzt, daß sie von ihren Mitbürgern als ebenbürtige Eingeborene anerkannt worden wären. Die Juden fühlen nicht einmal ein Bedürsniß nach einem eigenen nationalen Daheim, sie läugnen geradeswegs die Berechtigung eines solchen Bedürfnisses. Das fehlende Bedürsniß nach Speise und Trank beim Kranken ist aber ein sehr bedenkliches Zeichen. Das Bedürfniß, »eine Nation zu werden«, muß deshalb in den Juden wieder geweckt werden. Die Welt erblickt in dem zerstreuten Volke die unheimliche Gestalt eines Tobten, der unter den Lebenden wandelt, ein Volk ohne Einheit und Gliederung, ohne Land und Band, das nicht mehr lebt und dennoch unter den Lebenden wie ein Gespenst umhergeht. Die Völker hat vor diesem Gespenst Scheu ergriffen

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