Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 39 (1883)
- Issue
- 3-4 (1883)
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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43 wegen nach England gebracht. Wer den Spiegel geerbt hat, wissen wir nicht, wahrscheinlich die Verwandten der Königin. Wir mußten bald darauf Abschied nehmen. Unsere Dienstboten, darunter drei getaufte Falaschajünglingc, hatten uns bis an die Grenze Aegyptens begleitet; unter vielen Thränen und Segenswünschen schieden wir von einander. Die drei und noch einige andere kamen aber bald nach Aegypten und von da nach Deutschland und folgten dem Argawy auf St. Crischona, wo sie als Lehrer und Evangelisten für ihr Volk ausgebildet wurden. Sic kehrten dann vor zehn Jahren in Begleitung meines Mannes in ihre Hcimath zurück. Zwei von ihnen, Samany und Agaschy, sind schon heimgegangen, nachdem sie noch einige Jahre die frohe Botschaft des Evangeliums ihren Brüdern, den Falaschas, verkündigt hatten. Die andern, Argawy, Sanbatu und Gobbau, treiben noch ihren Beruf, wenn auch unter mancherlei Schwierigkeiten in dem durch stetige Bürgerkriege beunruhigten Lande. Eine Reihe von Gehilfen steht ihnen zur Seite, um ihnen in ihrem Dienste an Schulen zu helfen und auf Reisen das Wort Gottes in die entferntesten Provinzen zu den verlorenen Schafen vom Hause Israel zu tragen. Wir danken dem Herrn, daß er des Königs Johannes Herz gelenkt hat und den eingeborenen Brüdern diese Arbeit gestattet; wir hoffen aber und beten, daß bald auch für uns wieder die Thür sich aufthne, und jüngere Kräfte als Stützen für die eingeborenen Brüder von hier aus uachrückcn. Einer wartet schon auf diesen Ruf, und das ist der Kleine, über den damals in so vieler Noth der gnädige Gott seine Flügel gebreitet hat. Er möchte zum Dank dafür dienen in dem Lande, wo er geboren. »Der Herr wird seine milde Hand aufthun zur Barmherzigkeit über alle Völker!« Mögen diese Worte des theuren Gottesmannes Blumhardt sich auch an Habesch recht bald erfüllen! Die Anhaltbarkeit der heutigen Stellung unserer Inden. Die Bewegung gegen die Juden will nicht zum Stillstand kommen. Das gibt jetzt manchem unter ihnen zu denken. Anfangs glaubten unsere Inden mit wenigen Ausnahmen, daß sich die Geister bald wieder beruhigen würden; aber die Thatsachen