Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 38 (1882)
- Issue
- 11-12 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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188 der Brüder fiel in der Schlacht bei Waterloo mit dem Herzoge von Braunschweig. Herma» schwankte, ob er die ärztliche oder die militärische Laufbahn einschlagcn solle. Es wurde entschieden, daß er die ersterc erwählen solle, und so begann er Medizin zu studiren. Er besuchte deshalb die Universitäten Göttingen und Jena, unterbrach dann aber den Gang seiner Studien und trat bei der Armee ein. Der Vater war mit diesem Schritte sehr wenig einverstanden, ließ sich aber schließlich bereden, seine Einwilligung zu geben. So wurde nun Herman bei der reitenden Artillerie Freiwilliger; später hat er seiner Familie manche Streiche und Abenteuer aus seiner Militärzeit erzählt. 1831 bei Gelegenheit der Truppenrevue über die vereinten Russen und Preußen zu Kalisch wurde er als Tepeschenüberbringer dem Prinzen August von Preußen zugetheilt. 1833 fand eine andere große Revue in der Nähe von Brandenburg statt, und in Folge einer Affaire, in die er bei dieser Gelegenheit mit einigen anderen Offizieren verwickelt wurde, verließ er dann den Soldateustand. Er und seine Kameraden geriethen nämlich in eine Untersuchung, die ihnen einen viertägigen Stubenarrest zuzog. Der Stolz des jungen Offiziers war dadurch verletzt, er fühlte sich in der Achtung seines Obersten und seines Hauptmanncs, die ihm vorher sehr günstig gewesen waren, gesunken; und da er glaubte, daß dies seiner Beförderung für die nächste Zeit im Wege stehen würde, so setzte er sich mit einem seiner Brüder, der damals in der holländischen Armee auf Java diente, in brieflichen Verkehr und beschloß in ostindische Dienste zu treten. Seine Vorgesetzten suchten ihm das auszureden und versprachen, ihm das frühere Wohlwollen zu erhalten, aber er blieb fest, und mit gegenseitigem Bedauern trennte man sich von einander. Inzwischen waren seine Eltern gestorben, Herman aber hatte alles, was ihm dieselben hinterlassen, durchgebracht und mußte sich deshalb an einen Bruder in B.raunschwcig mit der Bitte, ihm zu seinem weiteren Fortkommen unter die Arme zu greifen, wenden. Seine Bitte wurde freundlich erfüllt, und nachdem er die nöthigen Mittel und Anweisungen erhalten hatte, schiffte er sich in Rotterdam nach Batavia ein. Zwölf Stunden, nachdem das Schiff den Hafen verlassen hatte, erlitt dasselbe Schaden, und die Passagiere wie die Mannschaft hatten gerade nur Zeit, sich in die Fischerboote