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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 11-12 (1882) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
11-12 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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187 Mission den Juden gegenüber ist auf das Beste derselben gerichtet, während der Antisemitismus vielmehr nur an Feindschaft gegen sie denkt. Mehr denn je ist heute die Zeit der Judcinnission, das könnten Juden und Christen in gewisser Weise wohl verstehen. Denn der Friede zwischen beiden schwindet offenbar dahin, und darum ist es noth, daß Jemand, der für beide Theile das gleiche Herz hat, zwischen sie trete und an ihrer Versöhnung, ihrer Verbindung mit einander arbeite. Uns Missionaren liegt cs daran, daß man in der Jndenschaft und im Christenvolke gleichmäßig wisse, wir fühlen für beide und möchten die Getrennten sich vereinigen sehen. Die Zeiten aber geben uns je länger, desto mehr Recht, daß unser Jahrhundert in aller seiner Bildung, aller seiner Kultur und seinen Staatsrechten nichts besitzt, das Juden und Christen dauerhaft zu verbinden vermag. Die Thatsache dagegen ist offenbar und hat den weltgeschichtlichen Beweis für sich, daß Christus der Friede zwischen den Juden und Nichtjnden ist. Zum Frieden wollen wir beide Theile rufen und darum hören wir nicht auf, beiden dasselbe zu sagen, beiden dieselbe Botschaft zu verkündigen und beide in gleicher Weise zu bitten und zu ermahnen: Kommet zu Jesu! Missionar Dr. Philip. Der Jewish Herald, Juli und August 1882, bringt eine Lebensbeschreibung des trefflichen Missionars Philip in Rom, der wir unsere Mittheilungen entnehmen. Herman Philip ist 1813 in Braunschweig geboren. Sein Vater, welcher den Namen Herzmann führte, war der Sohn eines ziemlich bekannten Rabbi und gekleidete den einträglichen Posten eines Agenten des Kommissariats. Seine Mutter war die Tochter eines englischen Juden, der in Whitechapel, London, wohnte, und wurde mit ihrem hernachmaligen Mann auf einer der Geschäftsreisen desselben nach England bekannt. Die Eheleute hatten eine zahlreiche Familie, Herman war ihr jüngster Sohn, die ganze Familie aber bestand aus nicht weniger als 20 Gliedern; einer

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