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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 11-12 (1882) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
11-12 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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174 war ein junger Mann, ein armer Israelit, der zu keiner der hervorragenden Parteien der Inden gehörte, knrz, Niemand in Palästina wußte von ihm; man hatte nur gehört, daß er der Sohn eines Zimmermannes Namens Joseph sei, in dessen Werkstätte der junge Mann arbeitete, und seine Geburt selbst war voll Dunkels. Dieser arme und ununterrichtete Mann erhob sich gegen den Hohen Rath in Jerusalem, was Niemand darf, ohne dafür mit dem Tode bestraft zu werden. Demzufolge verurtheilte ihn auch der jüdische Hohe Rath nach seinen Gesetzen zum Tode. Und nun, mein Bruder, sage mir, konnte wohl durch eine so unbedeutende Person eine Religion entstehen, die nicht allein eine Dauer hat, die länger ist als die der Religion des Moses, sondern in ihrer Berbreitung auch die des Moses unendlich übertroffen hat, und die nun die Weltreligion heißt, es sei denn, daß sie von Gott selbst ausging, wie es im Neuen Testamente heißt?« In der That, es bleibt fort und fort Christus die Frage und das Niithsel für die Juden, die sich ihnen nur dann lösen werden, wenn sie ihn mit Thomas anbeten: Mein Herr uud mein Gott! Die Erregung gegen die Juden im ganzen Osten Europas herrscht auch noch immer in Rumänien. Die Mission aber benutzt diese ihre Zeit, um die Augen der Juden auf die Schrift und deren Borhersaguugen zu lenken, die Zeichen der Zeit ihnen zu deuten und sie zu dem einigen Helfer einzulade», der von ihnen die Gefahren der Zukunft ablenken kann. Der Verkauf von Schriften und Traktaten war denn auch ein ansehnlicherer als im Vorjahre; nicht weniger als 1300 Mark sind aus dem Verkauf von Missionsschriften gelöst worden. Am schwersten war die Arbeit in der Moldau, wo der Chasidismus zahlreiche, überaus fanatische Anhänger besitzt, und der Kolporteur sich oft in großer Gefahr befand. Sehr stark dagegen war das Verlangen nach heiligen Schriften in Süd-Rußland, wohin aus Rumänien viele gesandt werden mußten. Gehen wir dann zu den Juden i« muhammedauischen Gebieten über. In Konstantinopel starb der vortreffliche Missionar C. I.

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