Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 38 (1882)
- Issue
- 9-10 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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160 und darunter so hochbegabte, christliche Charaktere, wie einen Stephan Schultz und Albr. Friedr. Woltersdorf, aussandte, die über 1000 Seelen aus Israel der Kirche zuführtcn! Der Eishauch des Rationalismus hat auch dieses herrliche Frühlingsblühen zerstört. Das Hallenser „lustituturn Judaicum“ ging im Jahre 1792 ein. Der HErr helfe uns nun treu sein in den kleinen Anfängen, die Er uns wieder geschenkt hat, und mache uns Israels Heil zu einem Herzenswunsch, wie er das Herz Seines Apostels Paulus durchglühte, und wecke den Geist des Gebets in unseren Herzen! Ja, Du Gebet erhörender Gott, der Du dem in Finsterniß tappenden Volke der Juden Licht am Abend verheißen, wir seufzen zu Dir und flehen: Sonne, alles Lichtes Fülle, Komm', zerschmelz mit Deiner Gluth Bald die kalte, dichte Hülle, Die auf Israel noch ruht, Und entflamm' doch alle Lande, Die in Deinem Lichte stehn, Für das Volk der Todesbande Brünstiger Dich anzuflehn! Amen. — Alle das „Iu8tituturn Judaicum“ angehenden Briefe und Sendungen wolle man bis aus Weiteres richten an stud. theol. W. Faber, Leipzig, Thalstraße 29 III. Vom 15. August bis Ende Oktober an denselben in Greiz (Reuß), oberes Schloß. Gott fördere das schöne Werk, und möchten unsere Leser diese Nummer des »Dibre Emeth« Studenten oder Professoren der Theologie in die Hände legen, damit die Leipziger und Erlanger Anregungen sich auch auf andere Universitäten verpflanzen. Erfreulich ist es uns aber insbesondere noch, daß Deutschland wieder die erste Anregung zu einer studentischen Judenmission innerhalb der evangelischen Kirche zu geben scheint. Eine Studentenmission ist ja recht eigentlich die erste evangelische Judenmission, die Hallesche gewesen, und die größten Muster aller Judenmissionare treten uns in ihrer Mitte entgegen. Ein Missionserlebniß -es Herausgebers hat die vorige Nummer mitgetheilt. Der Leser wird sich des Falles erinnern: Ein jüdisches Mädchen aus der Provinz erhielt den Unterricht bei dem Schreiber dieses Blattes. Ihr Vater, der sich Betrugs halber unter Zurücklassung von Frau und Kindern nach Amerika geflüchtet hatte, hörte drüben von der Absicht der Tochter, Christin zu werden, und wagte es mit eigener Gefahr herüberzukommen, um seine Tochter mit Gewalt vom Uebertritt abzuhalten. Unter der Drohung, sich andernfalls das Leben