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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 9-10 (1882) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
9-10 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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153 Aus der Provinz Agau kehrten dann die Missionare in ihre Heimath zurück. Dieselben sind für die auf ihrer Reise gemachten Erfahrungen von Herzen dankbar und zumal darüber froh, daß durch sie viele Bücher in die Hände der Falaschas gegelangt sind, die nun das vernommene Zeugniß in ihrer Mitte fortführen werden. Aber auch an sichtbarem Erfolg hat es ihrer Arbeit nicht gefehlt. Im vergangenen Jahre 1881 wurden getauft: in Djenda 10, in Dagusa 17, in Alefa 7 Falaschas, zusammen 34, und mit hoffnungsvoller Freude sieht so Argawi der Zukunft entgegen. Desta Gobau, das theilt weiter Argawi aus Djenda den 16. April mit, ist nach Godscham als Missionar gegangen, nachdem er sich mit den andern Brüdern freundlichst besprochen und berathen hatte. Er hat 1592 Schriften dahin mitgenommen. Für den Transport derselben hat ihm der König Tekleheimanot (Ras Adal) 5 Esel entgegengeschickt. Der König hat denn auch Gobau freundlich und ehrenvoll empfangen. Einstweilen hält sich Gobau in der Hauptstadt von Godscham, Mangorer, auf, der König will ihn aber dann nach der Provinz Kntta in Gallaland als Missionar zu den dortige» Heiden senden. In den Distrikten welche unsere Missionare unter den Falaschas bewohnen, herrscht Thenrung und zum Theil sogar Hungerönoth. Unter dem 6. Mai theilt Argawi dann an Flad noch mit, daß seit seinem letzten Berichte am 30. April 5 Falaschas in Djenda die Taufe empfangen hatten. Unter denselben befand sich eine alte Frau, die früher eine Feindin des Evangeliums war. Als vor'6 Jahren ihr Sohn die Taufe empfangen sollte und sich zu derselben begab, fluchte sie ihm auf offener Straße. Der Sohn ließ sich dadurch nicht einschüchtern. Da ging sie nach Hause, machte die Thür hinter sich zu und weinte 5 Tage lang, ohne zu essen und zu trinken; ihre Verwandten aber eilten aus der Ferne herbei und beweinten ihren Sohn mit ihr als einen Tobten. Hernach ist das Wort Gottes zu stark für sie geworden, und. jetzt ist sie eine treue Nachfolgerin Christi. Diesen Mittheilungen Argawi's schließt sich der Bericht einer Missionsreise an, welche Debtera Alamy und Debtera Lena nach Quora unternommen haben. Bereits am 10. Dezember 1881 %•

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