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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 9-10 (1882) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
9-10 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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149 der Zuhörer damals in dieselbe, das Sakrament wurde außerordentlich fleißig gesucht, jeder Erwachsene ging des Jahres mindestens viermal zum Abendmahl. Es galt für eine Ehre, der Kirche zu dienen, für welche die größte Opferfreudigkeit herrschte, selbst Goldstücke wurden im Klingelbeutel gefunden. Der Judenmission aber blieb sein Herz unentwegt zugethan. Des Oefteren noch ließ er sich Schriften zur Verbreitung unter den Juden senden und stand stets im freundlichsten Verkehr mit dem Institut, dessen 'Wohl und Wehe ihm beständig am Herzen lag und dessen Missionare, zumal sein Freund Stephan Schultz, oft bei ihm einkehrten, immer mit der gleichen Freude begrüßt. 1754 noch schrieb er an Schultz: »Die Arbeit unter dem jüdischen Volk, wie sie bisher auf Reisen getrieben worden ist, ist und bleibt mir allezeit eine der wichtigsten auf der Welt in dem herrlichen Gnadenreich Jesu Christi«, und sorgfältig führte er sein Proselytenregister, dessen Verbleib leider nicht aufzuweisen ist, weiter fort. Die Judenmission aber hat wohl keinen unter den hunderten ihrer Arbeiter, die seitdem in ihr gewirkt haben, aufzuweisen, der tiefer die Noth der Juden gefühlt, und evangelischer ihnen das Heil bezeugt hätte, als dieser Mann, der mit Widmann vereint ihre Reihen beginnt. Alle Missionare unter den Juden zumal sollten sich auf ihn Hinweisen lassen; denn von Keinem können sie es besser lernen, ihr Amt als ein Amt des Zeugnisses, das in ungefälschter, einfältiger, selbstvergessender und glaubensfreudiger Frömmigkeit von Herzen zum Herzen gehen soll, auszurichten. Nachschrift: Verheirathet war M. seit 1745 mit I. C. Ludovici, Tochter des Hessen-Darmstädtischen Geheimraths, Mcekanzlers und Professors Dr. jur. I. F. Ludovici in Gießen. Die Trauung fand in Halle statt. Zwei Kinder aus dieser Ehe blieben am Leben: Josua Gotthelf, geb. 25. August 1747, und Johanna Christiane, geb. den 13. Oktober 1750; Frau M. starb am 41. April 1777. _ Von den abessinischen Missionaren. Missionar Flad i» Kornthal hat wieder eine Reihe von Briefen aus Abessinien erhalten, in denen ihm die eingeborenen Missionare von dem Fortgange ihres Werkes unter den Falaschas und besonders von ihren Missionsreisen unter denselben erzählen. 10*

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