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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 9-10 (1882) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
9-10 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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138 giebt ihnen einen Begleiter mit, der ihnen zugleich eine Hilfe gegen die im Walde hausenden Wölfe sei» sollte und sie glücklich auch über einen Fluß, dessen Ueberschreitung gefährlich war, brachte. Am 21. Dezember aber fiel Thauwcttcr ein. Die beiden Missionare wollten noch ein kleines Städtchen erreichen und marschirten vorwärts, geriethcn jedoch auf eine Wiese und brachen hier fortwährend durch das Eis bis an die Kniee in's Wasser ein. Dann aber waren diese Boten des Evangeliums oft froh, wenn sie nur eine Streu für die Nacht fanden, und doch nicht selten wurde ihnen auch diese versagt. Kein Wunder, daß die Armen gar manche Niederlage durch Krankheit erlitten, und Manitius z. B. im Dezember 1733 auf der Reise sehr schwer erkrankte. In die größte Gefahr aber gerieth derselbe mit Widmann in Böhmen, wo er mit demselben unter dem Verdachte, ein hussitischer Emissär zu sein, gefangen gesetzt und vom 18. Februar bis zum 21. Juli 1733 im Kerker gehalten wurde. Beide sollten zum Tode vernrtheilt werden, und allein die Dazwischenkunft der preußischen Gesandtschaft in Wien, welche von der Sache erfuhr, rettete sie. Die ergreifende Geschichte dieser Gefangenschaft haben wir im Jahrgange 1878 unserer Zeitschrift S. 65 fl. erzählt. Manitius hat sich in dieser Gefahr als ein christlicher- Held gezeigt und hier eine Glaubensfreudigkeit bewiesen, die ihn außerordentlich hoch stellt. Sein Missionsberuf aber war ihm von da ab nur noch lieber. Die vielen Beschwerlichkeiten, welche sein Amt mit sich brachte, konnten die fröhliche Stimmung, mit welcher er dasselbe ausrichtete, nur selten trüben. Er war mit wahrer Herzenslust ein Missionar und fand in den Lasten, die er freiwillig auf sich genommen hatte, gar nichts Außerordentliches. Unter dem 16. November 1740 schreibt er: »Gelobt sei Gott, der mich nun zehn Jahre meiner Reise hat zurücklegen und mich in diesen Jahren meiner Wallfahrt so mancherlei Gutes hat erleben lassen. O, sein herrlicher Name müsse dafür in alle Ewigkeit von mir und allen Gläubigen gepriesen werden.« Mit der größten Bescheidenheit denkt er überall von sich selbst und in der Demuth überragt er alle Missionare des Halle'schen Instituts. Die lauterste Frömmigkeit erfüllte ihn, und sein Gebetsleben war ein tief erbauliches. Sein ganzes Denken war dabei ein ausgeprägt evangelisches. In der böhmischen

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