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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 9-10 (1882) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
9-10 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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132 mehrere Jahre, sondern seine ganze Lebenszeit in solchem Werk und Dienst Christi zubringen würde, »und würde mich sehr freuen, wenn Gott auch die anderen vier Söhne alle dazu gebrauchen und tüchtig machen wollte, sein Werk unter den Inden zu treiben«. Später aber schreibt er einmal an den Leiter der Halle'schen Judcnmission Professor Callenberg: »Wer Christum recht kennt und ihn liebt, der giebt nicht nur seine Söhne, und wenn deren tausend wären, willigst ihm zum Dienst, sondern ist auch wohl zufrieden, wenn sie noch so viel um seinetwillen leiden, ja gar des ärgsten und schmerzhaftesten Todes sterben müssen«. Das sagt er aber, nachdem sein Sohn bereits vier Jahre ein Leben voll ungemeiner Entbehrungen und Gefahren im Missionsdienste zugebracht hat. Und wieder vier Jahre später äußert er selbst gegen seinen Sohn: »Ich habe dich nun ganz Gott übergeben und sorge nicht mehr für dich; der HErr wird für dich sorgen und dich zum Segen setzen. Doch würde es mir nahe gehen, wenn ich hören sollte, daß dich die Juden ermordet hätten.« Der Sohn aber hatte bereits wiederholt in Lebensgefahr gestanden. Eben daher ist ein solches Wort des Vaters für denselben recht bezeichnend, für den Sohn jedoch auch nicht minder die Antwort an den Vater: »Gott ist unser Schutz; ohne dessen Willen kann uns nichts geschehn; und sollte einmal etwas dergleichen geschehn, so kann es ja Ihnen eine Freude sein, wenn ich auch mit meinem Leibe und Leben Gott preise!« Eine solche Gesinnung konnte in der That leicht in den Missionsdienst führen und mußte M. für denselben außerordentlich befähigen. Nun aber auch der Anlaß, welcher seinen Eintritt in das Judenmissionswerk zur Folge hatte. 1728 hatte Professor I. H. Callenberg in Halle des lustitutum Judaicum in's Leben gerufen, welches sich die Missionsarbeit unter den Juden zur Aufgabe machen sollte und sich zunächst die Verbreitung passender Schriften unter ihnen angelegen sein ließ. Um aber auch in den Studenten der Theologie den Trieb zu wecken, sich im Pfarramte hernach der in ihren Gemeinden wohnenden Juden anzunehmen, hielt jener Professor Vorlesungen über das Rabbinische und Jüdisch-Deutsche, die damalige Sprache der Juden Deutschlands und fast des ganzen europäischen Ostens. Zuhörer in diesein Kollegium war auch Manitius und derselbe

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