Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 38 (1882)
- Issue
- 9-10 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Gmeth oder Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von I. C Hartmann, fortgesetzt von B de le Roi. Nr. 9 u. 10. 1882. 38. Jahrgang. I. Ä. Manitins. Johann Andreas Manitins, der älteste von fünf Söhnen des Pastor Manitins in Etzin bei Brandenburg, ist 1707 gegeboren. Die Manitiussche Familie war damals ziemlich ausgebreitet, und Mitglieder derselben befanden sich in verschiedenen Stellungen. Ein Oheim von I. A. Manitins war Geheimrath in Berlin, ein anderer Pastor in Margen (Ost-Preußen), ein Vetter Minister in Berlin und ein anderer Kriegsrath in Königsberg. Durch das ganze Geschlecht geht ein ausgesprochen frommer Zug, und im Elternhause des von uns Genannten wie in der ganzen weitern Familie desselben herrschte ein reger Missionssinn. Ein besonderes Hcrzensinteresse fühlte man in diesem Kreise für die Juden. Der Großvater von Johann Andreas, kurfürstlicher Geheimrath, verstand hebräisch und hat an manchem Abende mit einem Juden, der in seiner Nähe wohnte, die hebräische Bibel gelesen, um denselben für Christum zu gewinnen. Als daher in dem Enkel der gleiche Trieb erwachte, war es nur etwas Vorübergehendes, daß sich einige Familienglieder über den Entschluß des jungen Mannes, Judenmissionar zu werden, wunderten; hatte es doch auch bis dahin überhaupt eine Judenmission noch nicht gegeben; sehr bald aber fand man sich nicht bloß hinein, sondern freute sich auch dessen. Die Callenbergschen Berichte, welche uns im Wesentlichen den Stoff für unsere Mittheilnngen geliefert haben, legen hiervon mehrfach ein Zeugniß ab. Besonders erklärte der Vater, nachdem er sich überzeugt hatte, daß der Sohn das Heil der Juden ernstlich suche, er werde es gern sehn, wenn derselbe nicht nur