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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 7-8 (1882) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
7-8 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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108 Beute in Sicherheit zu bringen. Dort in Amerika, das hat er hier jüdischen Freunden mitgetheilt, warte ein reicher jüdischer Mann des Mädchens, den solle dieselbe sofort heirathen. Jetzt triumphirt man im jüdischen Lager. Aber unser HErr bleibt doch das A und das O, der Erste nicht blos, sondern auch der Letzte. An demselben Abende, wo das Mädchen in die Ferne zog, versammelte sich in Breslau eine kleine Missionsgemcinde, welche den HErrn anflehte, daß er den Glauben des Mädchens nicht untergehen lassen wolle, und welche sich fest vorgenommen hat, ihrer fortan in treuer Fürbitte zu gedenken. Die Weisheit von oben wird jene Seele auch recht leiten. ES wird an ihr noch manche Schmelzarbeit geschehn; aber das Wort von Christo ist ihr bereits zu tief in's Herz und Gewissen gedrungen, als daß sie dasselbe je vergessen könnte. Das Letzte wird doch sein, daß auch die Gegner des Wortes Gottes an dieser Seele es erfahren werden, wie noch heute das Psalmwort Wahrheit ist: Wo soll ich hingehn vor Deinem Geist? Und wo soll ich hinfliehn vor Deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist Du da; bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist Du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröthe und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch Deine Hand daselbst führen, und Deine Rechte mich halten. Nachschrift. Nach zuverlässigen Mittheilungen hat der Vater meiner Schülerin dieselbe einen Eid leisten lassen, daß sie für immer ihrem Bräutigam entsagen werde, und dann sie, nachdem er vorher an andern Orten Station gemacht hat, in ihre Heimath mitgenommen, um demnächst die ganze Familie nach Amerika überzusiedeln; indessen aber darf sich das Mädchen nur in Begleitung unter Menschen sehen lassen. Innerlich wird sie jetzt ganz unter dem Einfluß der Eltern stehen, aber die Stunde gewiß erscheinen, wo diese Fesseln doch zerrissen werden. Acht Ändentaufen in Niga. Am Ostermontag war die Gemeinde der St. Jacobi-Kirche zu Riga Zeugin einer seltenen, erhebenden Feier; denn an diesem

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