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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 5-6 (1882) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
5-6 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Freilich nicht wenigen jüdischen Gelehrten und Herausgebern von Zeitschriften, £>; nennt besonders Dr. Silbermann, Dr. Steinschneider, Dr. Berliner und unter den Novellisten B. Auerbach, 8. Kompert und Franzos, wäre es nie möglich, der Verherrlichung des Judenthums eine so schmutzige Folie zu geben, und Professor Lazarus hat den Spott gegen das den Christen Heilige mit allem Ernst verurtheilt. Das ist denn auch für D. ein Trost, aber zugleich kann er nicht umhin, jenen Lästerern zuzurufen: „Es ist mit dem Christenthum ein neues, sittigendes, geistig emporrückendes, heiligendes Prinzip in die Welt eingetreten. Dieses Prinzip alles Guten mag man verkennen, schlimm genug; aber es zu verlästern, als sei es das Prinzip alles Bösen, wäre diabolische Sünde." Es folgt hierauf in der Schrift von D. ein zweiter Abschnitt. Die Bemerkung leitet denselben ein: Es ist ein charakteristisches Zeichen der Zeit, daß, seit dem Jndenthum mit der staatlichen Gleichberechtigung volle Religionsfreiheit gewährt ist, jüdischerseits mit großem Eifer widerchristliche Schriften, welche früher nur verstohlener Weise von Hand zu Hand gingen, an das Licht gezogen und durch den Druck verbreitet wurden. So das Chizzuk emuna (Befestigung des Glaubens) aus dem Jahre 1593. Leon Schloßberg hat jetzt in Wien eine ursprünglich arabisch verfaßte Schrift ähnlicher Art „Geschichte der Controverse des Bischofs" veröffentlicht. Unter der Maske eines vom Christenthum abgefallenen Bischofs wird hier das Neue Testament gefälscht und die Person Jesu auf die gemeinste Weise besudelt. Hier folge nun eine Probe aus demselben. Als Jesus groß geworden war, hatte er keine andere Sorge, als Wein und Trinkgelage aufzusuchen. Dieser Unheilvolle hatte keine andere Angelegenheit, als sich in Wein zu betrinken und Trinkgelage aufzusuchen. Aber nicht blos ein Säufer war er, sondern auch ein Dieb. Als er in seiner Angst rief: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod! sagte er zu Petrus: Ich bitte dich, für mich einen jungen Maulesel zu stehlen. Petrus stahl den Maulesel einem armen Manne, und Jesus entfloh auf demselben. Eine Buhldirne wird ferner zu seiner Amme gemacht und dann gesagt: er schlief an vielen gemeinen Orten, die selbst nicht zu Hunde- und Viehställen getaugt hätten. Bis zu diesem Tiefpunkte der Gemeinheit find nicht einmal die Todfeinde Jesu in seinen Fleischestage» herabgesuuken. Der

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