Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 38 (1882)
- Issue
- 3-4 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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- Homer 1× ep/1025156
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53 das griechische Buch, welches wir den Homer nennen; aber die Zeit, in welcher dasselbe entstanden ist, hat sich so wenig nm den Dichter oder die Dichter des Buchs gekümmert, daß cs noch immer eine Streitfrage ist, ob es überhaupt je eine Person, die Homer hieß, gegeben hat/'' Wir aber, die wir gläubige Christen sind, können es Jedermann aus innerster Lebenserfahrung zuschwören, daß Jesus existirt hat und noch lebt und bis in die Ewigkeit fortleben wird; denn wir erfahren täglich und stündlich sein Nahesein, seine uns versöhnende Erlösungsthat und sein unsere Auferstehung verbürgendes Auferstehungsleben. Wir Gläubigen unserer Tage sind seine heutigen Zeugen, und mit Millionen von Gläubigen der früheren Tage znsammengeschlossen treten wir heute vor alle Juden, treten wir vor Sie hin, die Sie uns jetzt umgeben, und bezeugen Ihnen: Jesus lebt! Jetzt war aller Widerspruch verstummt, und einige der Anwesenden nahmen, da sie uns nun verließen, innerlich offenbar be- . wegt, von uns ihren Abschied. 15. Die höchste Humanität. Unter unfern Gesprächen war cs längst Abend geworden. Da uns die letzten Gäste verlassen hatten, eilten wir in das Wirthshauszimmer herunter, um ein wenig Abendbrot zu essen. Aber nur eine Viertelstunde fanden wir Ruhe, da meldete uns der Kellner, vier Herren wünschten uns zu sprechen, und sofort brachen wir auf. Vor unserem Zimmer standen die Vier bereits, und wir luden sie ein, bei uns einzutreten. Einer der Erschienenen, ein Mann in den dreißiger Jahren, kam uns besonders freundlich entgegen, und wir sprachen gegen denselben unsere Freude darüber aus, daß wir in ihrer Stadt so viele Willigkeit fänden, die Frage nach der Wahrheit mit uns zu erwägen. Der Genannte erklärte hierauf, daß er sich auch keinen edleren Beruf denken könne, als den von uns erwählten: Anderen das mitzutheilen, was man selbst als Wahrheit erkannt hat; er meine, das sei die höchste Humanität. Aber zugleich, fügte derselbe hinzu, sei er überzeugt, daß eigentlich alle Menschen an denselben Gott glaubten, und daß, wenn sie sich dessen nur recht bewußt würden, sie sich auch unter einander leichter einigen würden.