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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 3-4 (1882) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
3-4 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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51 und die früheren Christen, die ersten Jahrhunderte unserer gegenwärtigen Zeitrechnung boten gegen das Christeuthum zuerst Verachtung und Spott, hernach List und Gewalt, Blutgerichte und Scheiterhaufen auf, aber sie erlagen dem Glauben an den menschgewordenen und anferstandcuen Christus, und die Streiter wider denselben wurden seine Vorkämpfer und bezeugten es aller Welt: Jesus lebt! Damit war diese Waffe dem Angreifer aus den Händen entwunden, er versuchte nun aber eine andere: 13. Auch das Judenthum hätte die Welt erobern können. Aber wieder wurde die Geschichte ausgerufen, ihr Zeugniß abzulegen. Das Judeuthuni hatte vor dem Erscheinen des Christenthums und in der ersten Zeit desselben weithin in der heidnischen Welt bedeutende Eroberungen gemacht und war selbst bis an den römischen Kaiserhof gedrungen. Sobald jedoch das Christenthum unter den Völkern erschien, verlor jenes in steigendem Maße alle seine Gewalt über die Gemüther der Heiden. Es verband sich mit dem Heidenthum, um das aufkommende Christenthnm im Blute zu ersticken, aber es vermochte die Herzen der Völker für sich nicht mehr zu gewinnen. Geist, Gemüth und Gewissen der Völker, welche durch die Predigt von Christo doch so gcwaliig bewegt und bestimmt wurde», blieben fortan kalt gegen die Lehre der Synagoge und des Judcnthums, das Christum und sein Evangelium bekämpfte. Das Jndenthum verlor fortan auch den Much, um die Herzen und Geister der Völker zu werben. Aber selbst, wo dann in der christlichen Zeit Andere für den jüdischen Gottesglaubcn die Menschheit zu erobern versuchten, mißlang dieser Versuch. Nach einander traten für diesen Glauben die Ebioniten, die Arianer, die Muhammedaner, die Sociniancr, die Unitarier, die Rationalisten älterer und neuester Zeit auf den Plan, aber höchstens waren ihnen kurze Siege beschieden, und sie alle erlagen schließlich dem Christenthnm, welches an dem dreieinigeu Gott festhält. Am längsten hat die jüdische Lehre von Gott im Mnhammcdanismus erobernde Kraft an den Tag gelegt, und noch heute übt sie dieselbe unter heidnischen Völkern aus. Wo dagegen der Muhammedanismus und das Christenthum heute znsammentreffen, wie dies auf politischem Gebiete geschieht, zieht jener den kürzeren, und daß er endlich dem 4*

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