Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 38 (1882)
- Issue
- 3-4 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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35 der Londoner Gesellschaft veranstalteten hebräischen Ausgaben. Hesekiel zeigte sie selbst dem Pr. Lotka und erzählte ihm, daß noch andere Schriften der Gesellschaft aus derselben Bücherniederlage sich in den Händen anderer Juden befänden. Jener Hesekiel Elijahu aber, bei dem die Missionare die Schriftennicderlage errichteten, ist indcß schon seit einigen Jahren verstorben; die Schriften dagegen sind eine Aussaat geworden, die nun ihre Früchte trägt. Missionar Lotka selbst erwartete inzwischen noch, ehe er an sein Werk ging, die Ankunft der für ihn bestimmten Bücher aus London; dann wollte er mit einem der Proselyten, vielleicht mit Solomon, sich an die Arbeit begeben. Der Winter gestattet ihm keine Reisen; während der nächsten Zeit will er also in Hamadan verbleiben und dort das Persische erlernen. Jetzt verkehrt er mit den Proselyten und den der Wahrheit nachforschenden Juden in der hebräischen Sprache, die jene alle wenigstens verstehen. Im Frühjahr sollen dann, will's Gott, die Missionsreisen beginnen. Doch hat Pr. Lotka mit Schwierigkeiten von mancherlei Art zu kämpfen. Sein Haus befindet sich in der traurigsten Verfassung; es hat weder Thüren noch Fenster und bietet ihm nicht die geringsten Bequemlichkeiten. Aber verzagt macht das den treuen Missionar nicht, und mit Freuden sicht er nur dem Tage entgegen, wo er als Bote des Evangeliums hin und her zu den Kindern Israels in Persien gelangen wird. — Seitdem ist ein neuer Brief Pr. Lotkas vom 1. Dezember 1881 eingelaufen. Derselbe kann jetzt berichten, daß er einige Ordnung in sein Haus gebracht habe, daß aber die an demselben beschäftigten Arbeiter ihm manche Geduldsprobe aufcrlegt haben. Die unerläßlichsten Verbesserungen sind geschehn. Das Zimmer kann wenigstens, so lange nicht harter Frost eintritt und der Wind vom Gebirge kommt, warm erhalten werden. Die Missionsarbeit aber ist bereits ausgenommen. Vier Inden, die sich von der Wahrheit in Christo überzeugt erklären, vereinigen sich regelmäßig am Sonnabend und Sonntag zur gemeinsamen Erbauung mit Pr. Lotka. Derselbe hat überdem im Hause des Sohnes von Chaim Aga Jan im Judcnviertel Gottesdienste am Sabbath begonnen, und zwölf Juden hörten das erste Mal seinem Zeugnisse zu. Dem Gottesdienst folgte eine in aller Höflichkeit geführte Besprechung des Vernommenen. Dieselbe geschah hebräisch; und wurde schließlich von den Juden anerkannt, 3*