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Dibre Emeth · 1882-01-01 · 1-2 (1882) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
38 (1882)
Issue
1-2 (1882)
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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25 zwischen drei Personen stattfand, hat den Anspruch ans ewige LiebeSvollkommenheit und also den Anspruch auf ein wirklich ewiges Gotteswesen." Unterdes; hatten die andern Juden aufgehört, Karte und Billard zu spielen, und ein dichter Hanfe, unter ihnen ein Richter und andere stndirte Leute, hörten eifrig zu. Das reizte meinen Gegner, er wollte retten, was zu retten wäre. So erklärte er nun, es sei vollständig genügend, wenn Gott auch nur den ewigen Liebesgedanken gehabt hätte. Aber das half ihm nichts. Ich konnte ihn darauf verweisen, daß nach der jüdischen Lehre Gott ewig die Summe aller Vollkommenheiten ist und er sich keine neue erwerben kann, die er nicht immer schon besessen hätte. Die Vollkommenheit der ewigen Liebesthat fehlt also gewiß einem Gott, der nur eine Person ist, er lebt in der Ewigkeit lediglich dieser eigenen einzelnen Person und lebt keinem andern; das bloße Empfinden ohne das wirkliche Leben für den andern aber ist keine wahrhaft vollkommene Liebe, die Wahrheit der Liebe tritt vielmehr erst im Thun und Leben hervor, erst dadurch wird sie zur Voltt kommenheit, ohne die Gott mit Recht nicht gedacht werden kann und soll." Mein Gegner hatte nichts mehr zu erwidern, er antwortete nur, daß U’ mich nicht begreife und verstehe. Da erklärte ihm aber ein anderer der anwesenden Juden, das sei doch wohl ciujad) und leicht zu verstehen gewesen: „In Gott ist eine ewige Liebesthat nöthig gewesen, und damit diese möglich wäre, die ewige Existenz wenigstens noch einer Person, der Gott sich immer habe hiugeben können, unerläßlich. Das ist die Meinung dieses Herrn." Ich stimmte zu und war doppelt erfreut, als auch dieser Herr von einer Widerlegung absehn mußte. Jetzt stand die Sache für den eigentlichen Wortführer der Juden doppelt schlimm. Um seine Niederlage zu verhüllen, behauptete er nun aber, Gott habe überhaupt nur existirt, um zu schaffen. Das sei stets der eigentliche Zweck desselben gewesen. „Ein schöner Gott!" rief ich in die Versammlung hinein, „der unter seiner Kreatur steht und der kein Leben in sich selbst haben kann, sondern es nur haben darf, damit eine Schöpfung durch ihn in's Dasein trete. Das ist eine Herabwürdigung Gottes. Aber allerdings der Gott, den das Judenthum im Gegensatz zum Christen-

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