Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 38 (1882)
- Issue
- 1-2 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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11 Weg, der uns die Hilfe und Rettung aus der Berdammniß zeigt. Juden sind es gewesen, die uns Christen zuerst mit demselben bekannt gemacht haben, darum wollten wir Christen nun auch die Juden auf denselben Hinweisen, zumal die Synagoge dies ja nicht thut. Das A. T. und das Evangelium haben uns verkündigt, was uns keine unserer eigenen Religionen gesagt hat, wie wir wahrhaftig und gewiß von dem heiligen Gott Vergebung der Sünden erlangen können. Gott hat einen Retter und Helfer, einen Heiland und Messias gesandt, wie er ihn zuvor verkündigt hat, der ist und heißt „Jchovah, unsere Gerechtigkeit". Gott selbst also hat sich in seinem Messias drangesetzt, daß die armen Sünder vor seinem heiligen Angesicht als Gerechte erscheinen könne», und das hat er auch die Welt durch die Boten, * welche er mit dieser Kunde ausgesandt hat, erfahren lassen. Eben diese Botschaft aber hat den Völkern das Herz dahingenommen, daß sie nicht vergessen wird, sondern eins nach dem andern seine Altäre und Religionen verläßt, um dem HErrn anzuhange», der unsere Gerechtigkeit ist." Still hatte der große Kreis zugehört. Endlich frug einer der Anwesenden: „Was wird das Ende davon sein?" „Das wird das Ende sein," lautete die Antwort, „daß die ganze Erde der Erkcnntniß dieses Gottes voll sein wird, und ihn alle bekennen werden, damit alsdann die Welt voll Friedens sei." Nach solchem Zcugniß brachen wir aus, aber begierig nahmen die Anwesenden noch die Schriften an, die Freund Flad ihnen bot. 10. Ein Druckfehler. Offenbar hatten die letzten Unterhaltungen auf die Jude», welche an denselben betheiligt gewesen waren, Eindruck gemacht, aber man fühlte auch, daß bisher das Ergebniß nicht zu Gunsten des Judenthums ausgefallen war. Ein Wunder war cs deshalb nicht, daß man in der Aukuüpfnng neuer Gespräche vorsichtig war. Ein jüngerer Mann jedoch, der uns offenbar nicht kannte, ließ sich in eine Unterhaltung hineinziehen, und die Nebenstehenden bemerkten bald, daß er unterläge. Da kam ein Mann herbei, welcher unseren Unterhaltungen bisher nicht beigcwohnt, aber gehört hatte, was in diesen Tagen geschehen war. Derselbe war voll Vertrauens zu seiner Weisheit und wollte uns eine Schlinge um den Hals werfen, aus der wir nicht wieder loskommeu sollte».