Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 11-12 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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188 Ganz anders stellen sich die Zahlen in den höheren Schulen. Hier besuchen die höheren Töchterschulen: 1877: 711 jüdische unter 3341 Mädchen 1878: 811 „ „ 3434 1879: 949 4007 also statt des 21. besuchten solche Schulen 1877 schon das 4. bis 5., ^79} schon fast ganz das 4. Kind. 1877 über 437% zu viel, 1878 über 500 «4, zu viel, 1879 ebenso 500% zu viel. In den höheren Schulen befinden sich: unter 7243 Knaben 1666 Juden, d. h. der 4. bis 5. Knabe ist ein jüdischer statt des 21., 475% derselben zu viel besuchen diese Schulen. In den oberen Klassen bilden dieselben sogar ein Drittel aller Schüler, in den Real- und Gewerbeschulen dagegen, welche nicht zu den höheren Lebensstellungen befähigen, nehmen sie wieder ab. Das sind in der That schreiende Mißverhältnisse und reden eine überaus ernste Sprache dafür, daß den preußischen Juden der Sinn für die einfachere Arbeit immer entsetzlicher verloren geht, und daß sich ihr Stamm noch entschiedener als früher in eine Kaste verwandelt, die eben darum auch als solche empfunden werden muß. Kein Volk kann es ans die Dauer ertragen, daß ein Stamm, der sich seinen ganzen Lebeusanschauungen nach von dem eigentlichen Volke des Landes in den tiefsten Beziehungen scheidet und unterscheidet, die oberen Stellungen desselben an sich reißt, und daß er diejenigen Gesellschaftsklassen, welche die führende Stellung in seiner Mitte behaupten, in fortschreitendem Maße anzufüllen bestrebt ist. Ist es doch überdem ein Zeichen gefährlichster und verderblichster Erkrankung in seinem Geiste, wenn einsolcher Stamm je länger desto mehr alle die einfache und alle die erzeugende Arbeit, durch welche überhaupt erst das Leben und Bestehen der Gesellschaft ermöglicht wird, ganz überwiegend der anderen Bevölkerung überläßt und der Regel nach erst dann, wenn diese nützlichste, aber auch schwerste und entsagungsrcichste Arbeit gethan ist, eintritt, um sich auf Grund des durch die anderen Erarbeiteten die eigene Lebensstellung zu schaffen. Dies ist ein so gefährlicher Sinn, daß sich ein Volk auf's Acußcrste vor der Weiterfortpflanzung desselben hüten muß; denn wird derselbe allgemeiner, dann geht es unter; selbst die bloße Existenz eines Volkes wird ja zur Unmöglichkeit, wenn diese Richtung in demselben überhandnimmt. Indem aber der jüdische Stamm ganz überwiegend in aller Welt, wo er irgend zahlreich vorhanden ist, gerade diesen Sinn