Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 11-12 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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188 gescllschaften von Paris und Basel treibt in einem Zweigverein seit 1835 auch Judenmissio». Dieser Zwcigverein, welcher den Namen „Verein der Freunde Israels" führt, hat bei seinem 25 jährigen Bestehn, also im Jahre 1870, von 50 Taufen in Straßburg berichten können, und bis dahin gegen 70 000 Mk. für die Judcnmission gesammelt. In besonders guter Erinnerung steht daselbst der fromme Missionar und Proselyt Hausmeister. Seit 1870 giebt der Verein nicht mehr besondere Berichte aus, führt aber, wenngleich nur in bescheidenem Umfange, sein Werk auch heute noch fort. Im letzten Jahre fanden wieder zwei Taufen statt, und unterstützt der Verein das Werk des Straßburger Missionars Pick. Der Verein der freunde Israels;u Kasel. Nachdem bereits vor dem Jahre 1830 ein kleiner Kreis zu Basel das Werk der Judenmission in der Stille ausgenommen hatte, erfolgte dann im Jahre 1830 am 12. Dezember der eigentliche Zusammentritt des Vereins der Freunde Israels in jener Stadt. Die Geschichte desselben in dem nunmehr verflossenen halben Jahrhundert aber liegt uns jetzt in anziehender und nüchterner Beschreibung vor: „Der Verein der Freunde Israels. 1881. Basel, bei F. Schneider." Die Baseler Mission besitzt ihre Eigentümlichkeit darin, daß sie einzelne Juden, welche Christen werden wollen, und Proselyten für ihr weiteres christliches Leben erzieht und heranbildet, nicht aber Missionare aussendet, um hin und her den Juden das Evangelium zu verkündigen. Sie hat sich damit einen ungemein wichtigen Zweig der Judenmissiousarbeit erwählt und in demselben Hervorragendes geleistet. Ihr Agent erhielt also den Auftrag, der Seelsorger, Lehrer und Erzieher der ihm zugewiesenen jüdischen Personen zu werden, und diese Aufgabe zu erfüllen, war nicht leicht. Aber der Verein hat auch treffliche Persönlichkeiten für das Amt der Agenten gefunden. Zuerst wirkte als solcher seit 1832 Kandidat Carl Brenner, der aber bereits im Jahre 1834starb. Nachfolger desselben war sein Schwager Pfarrer Eduard Bernoulli, der das Amt bis 1876 verwaltete, wo auch er starb. 1843 erhielt er einen Mitarbeiter in dem Proselyten Lehrer David Heman aus Grünstadt, dem ausgezeichneten Vater des jetzigen Agenten. 1842 erwarb der Verein ein eigenes Haus zur Heranbildung der Proselyten, und dessen Vorsteher nun wurde seit dem Jahre 1843 David Heman, 1873 starb derselbe. Dieses Proselytenhaus war fortan der Mittelpunkt des Werkes der Baseler Israels-Freunde. Ausgenommen werden in der