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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 11-12 (1881) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
11-12 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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185 In Abessinien angekommen wurden er und Agasche von Miss. Flad mit der Errichtung einer Station in Samani's Geburtsstadt, Asseso, betraut. Dort haben denn auch die beiden eine Schule errichtet und von jenem Ort aus eine unermüdliche Thätigkeit entfaltet. Samani's besonderes Augenmerk war es dabei, seine nächsten Anverwandten für den Heiland zu gewinnen, und der Herr hat ihm das auch noch vor seinem Tode gewährt. Viele Falascha wurden durch die Predigt ihrer Landsleute gewonnen; Samani und Agasche konnten an einem Sonntage einmal 16 derselben von beiderlei Geschlecht taufen. Solche Tage waren für Samani Tage überschwänglichen Dankes und gaben ihm doppelten Muth, in seinem Missionswerke fortzufahren. Bis beinahe seine Kräfte versagten, suchte er die Falascha in ihren Dörfern auf und bat sie inständigst, sich auf Grund des Alten Testaments zu Christo zu bekehren, um in ihm so glücklich, wie er selbst, zu werden. Aber nicht lange währte es, so machten sich seine alten Leiden wieder geltend, und er selbst merkte das Nahen seines Endes. Auf seinem Krankenlager von vielen Falascha und Abessiniern besucht, wurde er ihnen allen ein Buß- und Gnadenprediger. Wenige Tage vor seinem Tode ließ er sich von Agasche von einem Ort in seinem Hause den Sarg, den er sich in gesunden Tagen selbst gezimmert und sorgfältig aufgehoben hatte, holen und seinem Bett gegenüber stellen. Lächelnd bemerkte er dann: „Es ist doch ein gar kleines Haus, das man nach dem Tode bekommt, aber, Gott Lob, ich habe einen Heiland, der gesagt hat: In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen! und bald werde ich dort sein." Ehe er den letzten Athemzug that, ließ er noch einmal alle Missionsarbeiter zu sich kommen und bat sie, dem Heilande und ihrem Berufe unter den Falascha treu zu bleiben, bis alle dieselben zu ihm bekehrt wären. Während er aber so redete, trat der Todeskampf ein, er rang ihn still und ritterlich; dann that er noch einmal seinen Mund auf, man hörte ihn mit sterbender Stimme beten: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist!" und der dem Friedefürsten im Leben gefolgt war, war jetzt bei ihm in der Heimath ewigen Friedens. Taufen von Juden. In den fünf Jahren von 1875 bis 1879 sind zur preußischen Landeskirche der acht alten Provinzen übcrgetreten 311 Juden, in demselben Zeiträume haben hier dagegen die evangelische Kirche verlassen und sind Juden geworden 48 Christen. Der Straßburger Hilfsoerein der evangelischen Missions-

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