Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 11-12 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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181 welche eben ein Kind unter ihrem Herzen trug, wurde von demselben am Tage vor der Taufe der Ihrigen entbunden, und so wurde denn auch das neugeschenkte Söhnlein an dem gleichen Tage in den Gnadenbund seines Heilandes ausgenommen. In der Taufe erhielt der Vater den Namen F. F., sah später seine Familie auf sechs Kinder anwachsen und ernährte sich, als Manitius 1734 in Kopenhagen war, redlich durch Handel und Wandel. In der That, wunderbare Wege, die eine ganze Familie zn Christo führen mußten. _ Samani. Im Herbst 1877 starb einer der hoffnungsvollsten jungen Falascha-Missionare, Samani, dessen Lebensgang und Hinscheiden für die Freunde Israels und der Mission gar viel Ermuthigendes enthält. Früh bereits verlor derselbe seinen Vater, einen armen Weber, der aber, ebenso wie die Mutter, den Sohn in Gottesfurcht erzog. In Asseso geboren besuchte er bereits vier Jahr alt die Schule der Juden, in welcher er, wie die andern Falaschakinder, lesen und den Psalter auswendig lernte. Die Armuth der Mutter und der jüngeren Geschwister nöthigte ihn, bereits mit 10 Jahren ein Weber zu werden, und lag die ganze Sorge des Hauses, außer der Mutter, die Töpferei trieb, thatsächlich auf den Schultern dieses Knaben. Ihres besseren Fortkommens wegen siedelte dann die Mutter mit den Ihrigen nach Djenda über, wo Samani in seiner freien Zeit noch die Schule des Debtera Bern besuchte. Als letzterer sich zum Christenthum bekehrte, suchte derselbe auch seine Schüler durch das Alte Testament für den Glauben zu gewinnen, und das veranlaßte Samani, schon in seinem 12. Jahre fleißig in der Bibel zu forschen. Beru führte ihn auch bei Missionar Flad ein, von welchem er auf seine Bitte eine amharische Bibel erhielt, und dessen Gottesdienste er fortan regelmäßig als ein sehr aufmerksamer Zuhörer besuchte. Er lixß es aber hierbei nicht bewenden, sondern kam jetzt öfters zu den Missionaren, um ihnen alttestamentliche Fragen vorzulegen. So hörte er nun aber auch von dem Heilande der Sünder und wurde angewiesen, das Neue Testament zu lesen. Dem Rathe folgte er, und er hatte nicht Ruhe, als bis er