Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 11-12 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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175 so glaube ich, daß es diesen Leuten wohl ein rechter Ernst sei, und daß mir der liebe Gott auf obige Weise meine Scrupel benehmen wollte; zumal mir auch von zwei Orten her gemeldet worden ist, daß dieser jüdische Pitschierstecher seine Unruhe offenherzig entdeckt und allerlei Fragen gethan hat. Könnten Ew. Hochwürden von diesem Proselyteu Nachricht einziehen und mir dieselbe, sobald es möglich ist, ertheilen, dann möchte diesen beiden Seelen damit geratheu sein." Weiteres wird in den Callenbergschen Berichten über diese Familie nicht gemeldet, aber ein Beitrag ist es dafür, daß jener hernachmalige Pastor es selbst mit seiner Bekehrung ernst gemeint und daß er sich auch die Gewinnung der eigenen Verwandten hat angelegen sein lassen. Das Her) der Väter bekehrt zu de» Kindern. Die letzten Worte des Alten Testamentes Kap. 4, 5—6 im Propheten Maleachi lauten bekanntlich: „Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des Herrn. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, daß ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage." Die göttliche Verheißung geht hier vor Allem darauf hin, daß in Israel noch einmal Tage kommen würden, wo die Herzen des Volks so gesinnt sein würden, wie es in jenen Anfangszeiten der Fall war, da die Ahnherrn Israels, die Patriarchen, den Gehorsam gegen die Stimme Gottes als Lebensgesetz erwählt hatten. Aber freilich, oft sind es Kinder, welche erst die Eltern zu Gott zurückweiseu müssen, und gerade in Israel weiß man von Alters her hiervon, denn der Vater und das Haus Abrahams selbst dienten ja fremden Göttern. Das Lob ihrer unmündigen Kinder ist cs einst auch gewesen, welches in den Erdentagen Jesu die widerstrebende Stadt Jerusalem zu Jesu rief, aber dasselbe hat damals diese Stimme und dieses Rufen nicht verstehen wollen. Dennoch ist es je und je auch unter den Juden vorgekommen, daß Kinder ihre Väter zu Christo gezogen haben. Ein solcher Fall nun werde jetzt erzählt. In der 13. Fortsetzung der Callenbergschen Berichte S. 79 fl. vom Jahre 1734