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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 11-12 (1881) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
11-12 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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168 wußte cs nicht bis jetzt, obgleich ich ein Debtera bin, daß die Zauberei eine große Sünde vor Gott und Menschen seil" Er bekümmerte sich sehr um seine Seele, worüber ich mich freute. Bei dem Sonnenaufgang machten wir uns ans und gingen nach Atschäfer. Gegen Abend kamen wir in die Frcistadt Jsmala. Diese alte Stadt haben Sie auch gesehn, als wir vor 7 Jahren »ach Godscham reisten. Hier wurden wir von den tyrannischen Soldaten anfgehalten und geplagt, denn sie wollten die. Bücher verzollen und nahmen uns die Bücher und unsere Esel weg. Wir baten sie und sagten ihnen, daß wir keine Kaufleute seien, sondern Boten des Evangeliums; aber sie sagten ganz grob: „Wer hat euch erlaubt, in unser Land zu kommen und zu lehren? Wir brauchen euch nicht, denn wir haben in unserem Lande viele Priester " und Lehrer." Wir erwiderten, daß wir auf den Befehl unserer Majestät gekommen sind, die frohe Botschaft des Evangeliums den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel zu predigen. Nach langem Streit und Disputiren gaben sie uns unsere Bücher und Esel. Wir übernachteten bei einem Proselytcn, welcher früher bei den Brüdern in Dagusa war. Er gab uns unser Nachtessen und wusch unsere Füße und erzählte uns, daß die Falascha in Atschäfer unterdrückt seien. Auf dem Wege nach Aba Madhani Alam, einem Falaschadorf, traf uns ein Hauptmaun über 100 und fragte uns, woher wir gekommen seien und wo wir hingingen, und stellte einige Fragen an uns. Wir beantworteten sie, und er bat uns dann um Bücher. Er sagte uns, daß das Herzbüchlein in Godscham sehr beliebt sei und der Ras Adal durch dasselbe sich bekehrt habe, sodaß er auch mit seiner Gemahlin das heilige Abendmahl empfange. Nach diesem Gespräch gingen wir weiter und kamen zu den Juden. Sie waren alle versammelt, denn es war Samstag. Männer und Frauen kanien herzu, wir zeigten ihnen viele Stellen über die Opfer: 5. Mose 12, 13; Kap. 14, 23; Kap. 16, 15. Josua 22, 30. Psalm 40, 6. 7. Hierauf erwiderte» sie, daß der Weg nach Jerusalem weit sei; aus diesem Grunde opferte» sie hier u. s. w. Wir bewiesen ihnen aber aus der Schrift, daß die Ceremonien ihnen nichts nützte», und daß das rechte Opfer Jesus Christus, der Welt Heiland sei. Sie antworteten, daß Christus ja gesagt habe, er sei nicht gekommen, die Gesetze und die Propheten aufzulösen,

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