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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 11-12 (1881) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
11-12 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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165 Kurzem Dr. Elijahu, Dr. Moses und Dr. Rachamim, und nun ebenso auch die zwei andern Söhne durch die Beweise Chajims überzengt worden. Ein Ladenhalter, Namens Rüben, und Chajims jüngerer Bruder Salomon traten hinzu. Chajims Vater, der ein wohlhabender und bigoter Jude ist, bot ihm ein Geschenk, das für einen Eingeborenen Persiens soviel wie 2000 Mark ausmachte, wenn er seinen Glauben geheim halten wollte, aber drohte ihm zu gleicher Zeit, daß er ihn enterben würde, wenn er über Jesum zu predigen und zu sprechen fortführc. Er lehnte das Anerbieten entschieden ab, und er wie sein Bruder Salomon wurden in der That enterbt. Einige Zeit hindurch hörten die Juden den Darlegungen Chajims und seiner Freunde aufmerksam zu, aber darnach erließ der Molla eine Ankündigung, daß Jeder, der sich zu diesen Ketzern gesellen oder mit ihnen verkehren würde, aus der Synagoge gestoßen werden solle. Die hohe Stellung der Familien des Dr. Elijahu und Aga Jan, die mit Chajims Vater die drei Häupter der Juden bilden, befreite sie von der Verfolgung nicht. Es würde mir unmöglich sein, auch nur den zehnten Theil dessen, was sie erduldeten, zu erzählen. Dr. Rachamim wurde einmal auf der Straße so arg mißhandelt, daß ihm ein Arm und einige Rippen zerbrochen wurden, auch seine goldene Uhr wurde ihm bei dieser Gelegenheit genommen, und er hat sie nie wieder gesehen. Im Oktober 1878 brachte der amerikanische Missionar I. Bassett eine Woche in Hamadan zu und taufte während dieser Zeit Chajim, Dr. Rachamim und Moses. Dr. Aga Jan, welcher gerade abwesend war, wurde eine Woche später getauft, und zwar von dem protestantisch-armenischen Pastor in Hamadan. Sonst hatten diese erweckten Juden keinen Verkehr mit auswärtigen Missionaren. Auch an Schutz fehlte es ihnen gänzlich. Ein armer Jude, Jair mit Namen, der anfangs seinen Nachbar Aga Jan verflucht und geschimpft hatte, dann aber durch die Milde desselben überwunden worden war, wurde in der Synagoge ergriffen, und als er sich weigerte, dem Heiland zu fluchen, heftig geschlagen und hinausgeworfen. Ja, die Juden veranstalteten einen Anflauf; Männer, Weiber und Kinder versammelten sich vor dem Hause des Gouverneurs und schrieen um Rache gegen die Christen. Der damalige Gouverneur aber war ein billig denkender Mann,

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