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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 11-12 (1881) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
11-12 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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164 Wir haben keine Hoffnung auf Hülfe, wenn sie uns nicht von Ihnen kommt. Unterstützungen an Geld bedürfen wir nicht, da wir trotz der großen Verluste an Eigenthum, welche wir durch die Verfolgung erlitten haben, dennoch im Stande sind, für alles Nöthige aus eigenen Mitteln zu sorgen." Der Brief schloß mit den Worten: „Wir hatten ein großes Verlangen, zu Ihnen selbst zu kommen, aber wir waren es nicht im Stande. Und nun bitten wir Sie, unfern Fall zu prüfen, damit Sic sich von unserer Lauterkeit überzeugen und keine Zeit verlieren, uns Hilfe zu leisten, damit das Feuer des Eifers, das in unfern Herzen entzündet ist, Andere zu retten, nicht ersticke." Diesen Brief nun sandte Prediger Bruce an die Londoner Gesellschaft mit der Bitte, den armen Leuten zu helfen und ihnen einen Missionar zu senden. Die Londoner Gesellschaft war aber damals außer Stande, das zu thun. Prediger Bruce wandte sich deshalb an die Bibelgesellschaft, und besuchte dann in deren Aufträge auf einer Reise von Jspahan nach Bagdad auch Hamadan, diesen Hauptsitz der persischen Juden. Von dort schrieb er unter dem 3. November 1880 nach London folgenden Brief: „Hamadan, das alte Ecbatana, ist der Hauptwohnplatz der Juden Persiens. Man sagt mir, daß sich hier etwa 3000 derselben befinden. Im Jahre 1875 nun wurde Hierselbst Hesekiel Chajim, Sohn eines der wohlhabendsten und einflußreichsten Juden der Stadt, durch das Wort Gottes allein zu der Erkenntniß geführt, daß der Messias gekommen und während des zweiten Tempels getödtet sein müsse. Er fand bald einen Ueberzeugungsgcnvssen in 1)r. Aga Jan, der aus priesterlichem Geschlecht ist. Chajim ist ein junger Mann von beträchtlichem Talente, wohl bewandert in der hebräischen Bibel, dem Talmud, den Targumim u. s. w. und mit dem Persischen wohl vertraut. Die zwei Freunde erlangten bald darauf ein Neues Testament und wurden durch das Lesen desselben an Jesum gläubig. Sie bekannten nun ihren Glauben öffentlich und bewiesen in den Synagogen, wie in allen Häusern, die sie besuchten, daß Jesus der Messias sei. In demselben Viertel wohnt ein altes Oberhaupt der Juden, Dr. Elijahu, von dessen Söhnen zwei unter den Muhammedanern einen großen Ruf als Acrzte genießen. Obgleich nun der älteste der vier Söhne dieses Mannes eine Zeitlang ein bitterer Feind der Brüder war, sind doch seit

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