Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 11-12 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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163 gescllschaft in London zu schicken und uns, die wir mit Verlangen darauf harren, irgend eine Antwort zu verschaffen. Ihre unter« thänigen Diener haben seit langer Zeit die Bücher des Alten und des Neuen Testaments durchforscht, um die Wahrheit in Christus Jesus zu finden, und haben den HErrn ernstlich angerufen, ihnen dies Geheintniß zu offenbaren. Endlich find wir durch Gottes und des Messias Barmherzigkeit zu einer so festen Ueberz'cugung von dieser Wahrheit gekommen, daß kein jüdischer Gelehrter uns zu widerlegen vermag. Das ist uns alles einzig und allein durch die Gnade unscrs HErrn Jesu Christi zu Theil geworden und keineswegs durch irgend eine menschliche Vermittelung, wie man wohl fälschlich behauptet hat. Und durch die Gnade uusers HErrn haben wir im Laufe der letzten sechs Monate vierzig unserer Brüder zum wahren Glauben bringen dürfen. Die ungläubigen Inden haben Alles gethan, was sie irgend vermochten, uns unseres Lebens und unserer Besitzthümer zu berauben. Sehr oft haben sie uns bei dem Schah verklagt, aber so weit uns bekannt geworden ist, stets ohne den gewünschten Erfolg. Bor einigen Tagen haben sie Einen der Unsrigen geschlagen und vor dem Gouverneur eidlich bezeugt, wir hätten das gethan. Der Gouverneur ließ sie indessen sieben Stunden lang gefangen setzen und verbot uns, ihre Synagoge zu betreten. Hierauf erklärten unsere Feinde, sie wollten Frieden mit uns schließen. Gehorsam dem Befehle unseres HErrn Jesu Christi hegen wir keine feindseligen Gesinnungen gegen sie und ist es unser inniger Wunsch, unter ihnen zu leben und sie Ihm zuzuführen. Sie aber lauern fortwährend auf eine Gelegenheit, uns zu verfolgen, weshalb wir zur Zeit ihnen gegenüber über religiöse Gegenstände schweigen müssen. Kasta Schimma», der Korrespondent einer amerikanische» Missionsgcsellschaft in Hamadan, hat Herrn Basset mit dem Stande der Sache bekannt gemacht, allein ohne Erfolg. Unsere Bitte nun hat den Zweck, die Hülfe der Gesellschaft zu erbitten, damit wir ungehemmt unter unserem Volke leben und dasselbe zu dem HErrn' Jesus führen können. Wenn die Juden in Hamadan Christen werden, so gibt ' das große Hoffnung, daß alle persische Juden ihrem Beispiele Nachfolgen. Hamadan ist für die Juden die vornehmste Stadt Persiens, und wir, die wir zum Glauben gekommen sind, gehören zu den vornehmsten Juden in Hamadan. 11*