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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 9-10 (1881) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
9-10 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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153 suchte es ihr klar zu machen, daß sein Christenthum ihren Sohn zn dem gemacht hätte, was er wäre; und indem er ihr das Geld zeigte, welches er für sic zurückgelassen hatte, und wie er überhaupt auf alle Weise für ihr Wohlergehn gesorgt hatte, da er plötzlich gcnöthigt war, nach seinem Posten abzureisen, rief sie aus: „Gott segne meinen thcuren Sohn, er ist ein Heiliger!" und eine Fluth von Thräncn folgte dicscin unfreiwilligen Zeugniß. Solche Fälle der Bekehrung von Juden reden ja von selbst zu jedem Herzen, das sich nicht gewaltsam gegen ernste Eindrücke verschließt, eine eindringliche Sprache, aber daneben bezeugen auch große Schaaren getaufter Juden, einen wie niächtigen Einfluß das Christenthum überhaupt auf die Juden ausübt. Amsterdam, so schreibt ein Missionar aus Holland, ist auch der Mittelpunkt der Bekehrten des Landes, und mau findet dieselben als Professoren wie als Prediger, als Lehrer und Kaufleute inte in allen Lcbcnsbcrufcn durch ganz Holland zerstreut. In 7 Jahren hat allein Miss. Adler zu Amsterdam 25 Juden getauft. In der Londoner Missiouskapelle erhielten im Jahre 1880 28 derselben die Taufe; von Miss. Lotka in Lemberg sind in dem einen Jahre 3 seiner Katechumeueu au einem andern Orte in die Kirche aufgeuoinmcu worden, i» Kischineff 7, auf den Stationen der Londoner Mission überhaupt, aber außer den zahlreichen Täuflingen in Abessinien, diesmal 51 Personen, so daß bisher 4010 Juden seit dem Bestehen der Londoner Mission nach der freilich durchaus nicht einmal regelmäßigen Zählung von Seilen ihrer Missionare getauft worden sind; werde» doch — und diese sind wenigstens nicht mit ihrer ganzen Summe unter jenen 4010 mitgezählt — als Frucht zwanzigjähriger Arbeit der Londoner Mission 800 getaufte Falaschas in Abessinien angegeben. Und aus Konstantinopel kann Prcd. Ncwman berichten, daß die Zahl der Abendmahlsgästc jüdischer Abstammung in der dortigen Misfionskapellc die der übrigen Christen übertras. In der That Erfahrungen, die wohl zur Arbeit an den Juden Muth machen können. Und überdem lassen sich gerade jetzt so manche ernstere Christen cs sage», daß die Juden frage nicht eine so gefährliche Gestalt für die Christenheit angenommen hätte, wenn diese ihrem Glauben und auch der Pflicht, welche ihr dieser Glaube gegen die Juden anferlegt, treuer gewesen wäre. Darum gehört

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