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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 9-10 (1881) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
9-10 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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152 öffentlich seinen Glauben vor voller Gemeinde in der Kirche von Sachsenhausen, einer Vorstadt Frankfurts, bekannte!" Mit der Tochter des Missionars empfing sodann drei Jahre lang eine junge jüdische Dame religiösen Unterricht. Sic war längst bereit, das Sakrament zu empfangen, aber ihre Eltern wollten cs nicht zngebcn. Zuletzt segnete Gott jedoch ihr Werk in der Familie so, daß sie dieselbe überwand, und Vater, Mutter, zwei Söhne, die junge Dame und zwei jüngere Schwestern allzumal der Kirche durch die Taufe einvcrleibt wurden. Das junge Mädchen hatte stets alles, was sie im Hanse des Missionars gehört und gelernt hatte, vor den Ihrigen wiederholt, und sie legte so in ihnen allen einen guten Grund. Wahrhaft exemplarisch kann Prediger Eppstein in Smyrna das ganze Leben eines dortigen Bekehrten neunen und sagen, dasselbe habe ans Jedermann den Eindruck gemacht, daß sein Glaube und christliches Bekcuntniß echt seien. Von Zeit zu Zeit wird derselbe durch seine Mutter beunruhigt, die eine ebenso bigote als ungebildete Frau ist und an nichts denkt, als alles zu gewinnen, was ihr Sohn erwirbt, so daß sie auch für diesen Zweck wiederholt aus Alexandria nach Smyrna kommt. Das Mittel, welches sic anweudet, ihren Zweck zu erreichen, besteht darin, daß sie allerlei aufkauft und Schulden inacht und dann ihren Sohn bezahlen läßt. Oder sie bittet ihn um ein kleines Kapital, um einen Laden zu eröffnen, und um Geld für ihre Uebcrfahrt. Zu gleicher Zeit läßt sie sich aber überall gegen ihren Sohn aus, erzählt den Leuten, er ließe sie darben und helfe ihr in keiner Weise, so den Versuch machend, ihn in den Augen seiner Prinzipale und Freunde herabzusetzen. M., der Prosclyt, trägt das alles c>anz geduldig, sagt nie ein unfreundliches Wort und befriedigt ihre gierige Habsucht bis au die Grenzen des Möglichen. Als einmal Pred. Eppstein ihr über ihr Verhalten Vorstellungen machte, sagte sie: „Ich will meinen Sohn in euren Augen hcrabsetzen, damit er sich gezwungen sicht, wieder Jude zu werden, denn ich kann die Christen nicht leiden und hasse siel" Als ihr das in Ruhe verwiesen und sie gefragt wurde, ob ihr Sohn in seiner Moral und Zuneigung zu ihr als Jude besser gewesen wäre, sagte sie: „O »ein, er ist jetzt ein Engel, aber ich wünsche eben, daß ein so guter Mensch ein Jude wie sein Vater wird!" Der Missionar

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