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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 9-10 (1881) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
9-10 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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14t unter der Einschränkung, daß Pred. Lotka das in Lemberg allein in seiner Wohnung, und in der Provinz nur in Orten, die Sitze einer Bezirkshauptmannschaft sind, thnn darf und auch das erst, nachdem er unter Einreichung seiner Bestallung und des Verzeichnisses der Schriften, die er vertheilen will, der Obrigkeit Anzeige erstattet hat. Im Königreich Polen, so meldet Pred. Ellis, wollen die Juden vielfach das Neue Testament nicht einmal geschenkt annehmcn, und auf den Reisen in jenem Lande hatten die Missionare viele Feindseligkeiten auszustehn. In Konstantinopcl stellten Inden Wachen aus, um zu sehn, welche Kinder jüdischer Eltern die Missionsschulen besuchen würden. Ein Ladenbesitzer fand seinen Sohn in der Missionsnicdcrlagc; da schlug er ihn in's Gesicht und schleppte ihn dann an den Haaren heraus. Des Ocsteren bewarfen jüdische Kinder diejenigen mit Steinen, welche in jener Stadt zu den Missionsvcrsammluiigen gingen. Einen Mann brachte man vor die jüdischen Richter, weil er diese Zusammenkünfte besucht hatte. Rur der Umstand, daß sein Vater Beamter der Regierung war, bewirkte es, daß man sich damit begnügte, ihn zu verhöhnen und zu verfluchen. Einem Andern drohte man für das gleiche Vergehn mit Gefängniß und Schließung seines Geschäfts. Als derselbe darauf antwortete, er habe ja kein Verbrechen begangen, antworteten ihm die Richter, ein größeres könne er überhaupt nicht begehn; und als er noch cntgcgnete: „Bibellesen kann kein Verbrechen sein!", erhielt er von einem Beamten des Gerichtshofes einen Schlag in das Gesicht. I» einem Kaffeehanse unterhielt sich eine Anzahl Juden mit dem Bibelkolportcur. Da trat ein jüdischer Schriftgelehrtcr ein und grüßte: „Friede sei mit Israel!" Auf die Frage aber, warum er so grüße, antwortete er, „daß Einerunter ihnen säße, der verflucht wäre, weil er christliche Bücher lese und Jeden frage, wann Messias kommen werde". Oder wenn Pred. Eppstein in Smyrna allerseits bei seinerjüngsten Rückkehr aus London von den Juden auf's Herzlichste begrüßt wurde, so galt dies doch vor Allem der Freundlichkeit dieses Mannes, der sich durch zahlreiche ärztliche Hilfsleistungen um viele Juden jener Stadt verdient gemacht hat. Der Mission und dem Misstonswerk dagegen ist man um deßwillen nicht geneigter. Eine arme Frau daselbst, die einige Kleidungsstücke von schottischen

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