Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 9-10 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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139 die Christenheit sich entschließt, Böses mit Gutem zu vergelten und eine ernste Arbeit für das Heil der Juden zu thun. Ein Beispiel derselben giebt die Mission, insbesondere auch die Londoner Mission. Es ist doch etwas Großes, wenn dieselbe in einem Jahre durch ihre Mahnungen an das Gewissen der Christen es dahin bringt, daß ihr über 680 000 Mark zur Bcrfiigung gestellt werden, damit sie den Juden das Evangelium nahe zu bringen im Stande sei. Das hat sic denn auch durch 139 Arbeiter an diesem Werke gethan, und dieselben haben in England, Holland, Frankreich, Italien, Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Rumänien, der europäischen und asiatischen Türkei, in Marokko, Algier, Tunis, Aegypten und Abessinien den Juden das christliche Zeugniß verkündigt. In Gottesdiensten, für welche thcils besondere Missionskapellcn. thcils evangelische Kirchen der betreffenden Länder gewählt wurden, auf Missionsreisen, durch ungemein reichen persönlichen Verkehr mit Juden, mit denen man auf die mannigfaltigste Weise zusammenkaul, und durch sehr zahlreiche Schriften streute man den Samen des göttlichen Worts unter den Juden aus und suchte Christen zur Mitarbeit heranzuzieheii. lieber 6000 Alte und über 4500 Neue Testamente oder Thcilc desselben wurden unter Inden verbreitet, außerdem aber unter Inden und Christen über 380,000 Schriften größeren oder kleineren Umfangs in 13 Sprachen. Herbergen, Hospitäler, Werkstätten, Waisenhäuser und verschiedene Schulen, welche die Londoner Gesellschaft eingerichtet hat, boten überdem auch im verflossenen Jahre wieder die Gelegenheit, Hunderten von jüdischen Männern, Jünglingen, Frauen, Jungfrauen, Knaben und Mädchen geistige wie leibliche Hilfe zu erweisen. Und der Verkehr mit Juden erwies sich trotz der Erregung, welche gerade gegenwärtig vielfach zwischen Inden und Christen besteht, durchaus nicht schwieriger, wie dies ausdrücklich von verschiedenen Missionaren gerade in Deutschland bezeugt wird. Hatte sich doch die Bedeutung der religiösen Frage für die Juden so fühlbar gemacht, daß sic eben deshalb dem Missionar, der ja gerade mit dieser Frage direkt an sic tritt, nicht das Recht absprechen konnten, sie mit ihnen zu verhandeln. Der Missionar hat vielmehr den Vor-