Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 7-8 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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122 Erzählungen oder von der göttlichen Eingebung, die ihren Verfassern zugeschrieben wird, denken mögen, an diesen Thatsachen kann kein Mensch, der Augen zu lesen oder Ohren zu hören hat, zweifeln; denn die Bücher sind da, und in ihnen ist diese Religion enthalten. Nachtrag M Missionar Flad's Reise nach Äbejsiinen. Es wird unsere Leser interessiren, das Nähere über den Ausgang der Reise Flad's zu erfahren. Derselbe schreibt aus Metama den 4. Februar: „Wie ganz anders sind doch die Gedanken und Wege Gottes, als die unsrige». Als ich mit letzter Post vor acht Tage» schrieb, glaubte ich mit dieser Post Dir melden zu können, daß die Brüder aus Abessinien bei mir angekommen seien. Vergangenen Dinstag aber kam mein Bote David, abgemagcrt und ausgehungert, allein aus Abessinien zurück. Des Tags suchte er sich den Weg hierher durch Wildnisse und die Nächte brachte er auf Bäumen zu, sich mit einem Stricke an den Stamm festbindend, um nicht beim etwaigen Einschlafen herunterzufallen. Der schwarze König Johannes hat neulich mehreren Leuten, welche auf dem Weg hierher aufgegriffen wurden, Hände und Füße abschneiden lassen. Diese Strafe hat er durch seinen Herold jedem angekündigt, der nach Metama gehn würde. In Folge davon sind auf dem letzten Markt keine Abessinier hierher gekommen, was eine große Panik unter den Bewohnern hier, sowie unter der ägyptischen Besatzung verursachte. Ein baldiger Ueberfall von Seiten des Königs wird hier befürchtet, und mein Bote versichert mich, im Hochland und im Lager des Königs rede man von nichts anderem, als von einem Kriegszug nach Metama, um die Aegypter zu vertreiben. — Die Besatzung hiersclbst wird seit meiner Ankunft von Woche zu Woche verstärkt. Aus Kasscla und Chartum werden großer Vorrath und Munition herbeigeschafft. Damit Du Dich nicht ängstigen sollst, habe ich bis jetzt nichts davon geschrieben. Eine andere Nachricht ist, daß der König nach Aussa und Hasal geht, um die Italiener aus letzteren Orte» zu vertreiben.