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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 7-8 (1881) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
7-8 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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119 in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht vielmehr euch thun, o ihr Kleingläubigen?" Von welchem ihrer gefeiertsten Dichter sind die Freuden, die dem Gerechten in der zukünftigen Welt aufbewahrt sind, so wunderbar beschrieben, als in dem kurzen Wort, daß sie über alle Beschreibung hinausgehen (1. Cor. 2, 9): „Das kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehöret hat und in keines Menschen Herz kommen ist, das hat Gott bereitet denen, die ihn lieben"? Wo unter den finstern Wolken der heidnischen Weltweisheit kann man uns einen so klaren Ausblick auf die zukünftigen Dinge, die Unsterblichkeit der Seele, die Auferstehung von den Tobten und das Weltgericht zeigen, wie in dem ersten Briefe des Paulus an die Corinther? Oder woher kann man so mächtig antreibende Ermahnungen zur Ausübung jeder Tilgend, so starke Anreizungen zur Frömmigkeit und znm Gebet und soviel Hilfe für das alles finden als fast auf jeder Seite dieser unnachahmlichen Schriften? Sollte man alle die Sprüche, die sich auf diese Gegenstände beziehen, anführen, so müßte man fast das Ganze abschreiben. Es ist aber genug, zu bemerken, daß sie überall so sichtlich daö Gepräge eines übernatürlichen Beistandes bei ihrer Abfassung tragen, daß sie dies unbestreitbar allem von Menschen Erdachten überlegen und ungleich macht. Und diese Ueberlegenheit und Unähnlichkeit mit allem andern tritt noch stärker infolge eines bemerkenswerthen, ihnen ganz eigenthümlichen Umstandes hervor, und derselbe ist: daß, während die Stücke, welche die Moral betreffen und die vom größten allgemeinen Nutzen sind, auch bei der geringsten Fähigkeit wohl verständlich sind, die Gelehrten und Forscher aller Zeiten in ihnen beständig unerschöpfliche Entdeckungen machen, welche die Natur, die Eigenschaften und das Walten der Vorsehung betreffen. Die Wahrheit zu sagen, gab es vor dem Erscheinen des Christenthums, die Juden allein ausgenommen, auf der ganzen Erde nichts, was man wirklich Religion nennen konnte. Alle anderen Völker waren in den gröbsten Götzendienst versunken, der nur eine geringe oder gar keine Verbindung mit der Moralität hatte, es sei denn, daß er sie durch die traurigen Beispiele ein-

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