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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 7-8 (1881) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
7-8 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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_112 Innere Beweise für die christliche Religion. Von Soame Jeuyus, Esquire. London., 1781. l). Ausgabe. Missionar Herz in Lemberg hat die Güte gehabt, und mit dem, unter dem oben genannten Titel erschienenen und englisch geschriebenen Buche zu erfreuen. Mittheilungen ans demselben werden gewiß manchem Leser zum Segen gereichen. Wir lassen hier zunächst den zweiten Abschnitt des 191 Seiten umfassenden Buches folgen: Die Religion des Neuen Testamentes ist in sich selbst wahrhaft neu. Man kann aus dem Neuen Testament ein Religionssystein ableiten, das völlig neu ist, sowohl in Anbetracht seines Gegenstandes als seiner Lehren, und das nicht blos allem unendlich überlegen, sondern völlig ungleich ist, was jemals zuvor in eines Menschen Sinn gekommen ist. Man kann ein solches System nur ablciten, denn da alle Lehren dieser Religion zu verschiedenen Zeiten und bei verschiedenen Gelegenheiten gegeben, hier aber nur geschichtlich berichtet worden sind, so bietet das N. T. kein einfaches oder regelmäßiges System der Gotteslehre. Warum der große Urheber dieser Lehren kein System derselben hinterließ, wissen wir nicht, vielleicht aber darum, weil er wohl wußte, daß die menschliche Unvollkommenheit ein solches System recht aufzunehmen unfähig wäre, und daß wir uns besserer und sicherer durch die mehr aus der Ferne her wirkenden und zerstreuten Strahlen der Sonne, als durch den übermächtigen Sonnenglanz der göttlichen Erleuchtung selbst leite» lassen. Joh. 3, 12: „Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage," spricht Christus, „wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde", d. h. wenn meine Unterweisung darüber, wie euer gegenwärtiges Leben mit dem zukünftigen im Zusammenhänge steht, so schwer zu verstehen ist, daß ihr mir kaum glaubt, wie würdet ihr glauben, wenn ich es unternähme, euch das Wesen der himmlischen Dinge, die Absichten der Vorsehung und die Geheimnisse ihrer Wege zu deuten, da dies doch Sachen sind, für die ihr weder eine rechte Vorstellung, noch die rechten Worte habt?

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