Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 3-4 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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50 und da Gott auch für das Morgenland Gedanken des Friedens hat, so ist das reine, lautere Evangelium gewiß die Macht, welcher die Zukunft daselbst gehört. Von Missionar Flads Reise nach Ädessinien. Missionar Flad hat uns über den Fortgang seiner Reise ausführliche Nachrichten zngcsandt. Wir theilen aus den Briefen desselben an seine Frau das Folgende mit. Zunächst aus einem Briefe „auf dem Schiffe Caprera im Rotheu Meere" vom 21. November: Meinen Brief aus Cairo werdet Ihr erhalten haben. Bei den amerikanischen Missionaren, die liebe eifrige Kinder Gottes sind, feierten wir am 17. einen lieblichen Abschied mit Gesang und Gebet. Die amerikanische Mission in Egypten gewinnt immer mehr Boden. So nach und nach werden sic die Erben der koptischen Kirche. Auch unter den Griechen und Armeniern arbeiten sie mit Erfolg. Da König Johannes keinen Abuna aus Egypten erhält, haben die Griechen ihm das Anerbieten gemacht, er solle einen Bischof von den Griechen nehmen. So viel ich in Erfahrung brachte, protestirte aber die abcssinische Geistlichkeit dagegen. Nun etwas voin Rothen Meer und der Reise auf demselben. Das Schiff „Caprera" ist klein, wird blos über die Zeit der Mekkapilger hier benützt, sonst läuft es an der italienischen und französischen Küste entlang. Es scheint auch wenig beladen zu sein, denn es schaukelt und wiegt unaufhörlich. Kommandant, Kapitän und Offiziere sind freundliche Italiener. Das Schiff scheint ziemlich alt zu sein und hat außer Matrosen und Passagieren allerlei Bewohner. In der ersten Nacht bin ich durch das Hüpfen und Springen über meinem Kopf und Leib einigemal unangenehm aus dem Schlafe geweckt worden. Jetzt habe ich meinen Platz in der Höhe genommen und bin so verschont geblieben. Doch geht es viel besser, als bei meiner ersten Fahrt im Januar 1855 mit dem lieben vr. Krapf. Ich will auch nicht klagen, sondern nur erzählen. Außer mir sind noch drei französische Kaufleute an Bord. Ich merke cs aber, sie sind keine beson-