Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 3-4 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 deren Freunde der Deutschen. Ich suche ihnen mit Liebe und Ehrerbietung zuvorzukommen. Ein Christ kann ja auch mit dem Wandel predigen, und macht solches auf gewisse Leute liefern Eindruck als viele und liebe Worte. Dann ist noch ein Reis (Kapitän) auf dem Schiff, gebürtig aus Djedda, der die Verantwortung für's Schiff trägt, damit es auf keine Klippen fährt. Mit dem habe ich auch schon das Eine und Andere geredet. Besonders merkwürdig war mir, daß er mir das Bab-el-Musa auf der afrikanischen Seite und das Grab Pharaos auf der östlichen Seite des Schilfmeeres zeigte. Etwa 6 Stunden waren wir von Suez südlich gefahren, bis wir diese Orte passirten. Jedesfalls verdient die Aussage dieses Eiugebornen mehr Glauben als die Hypothesen neuerer Gelehrten, die den Durchgang nach Suez verlegeu wollen. Auch sprechen die Oertlichkeiteu mehr für sich. Den Sinai sah ich diesesmal nicht, wir passirten ihn Nachts. Bis gestern Nachmittag sahen wir zu beiden Seiten Land. Als wir aber in's offene Rothe Meer eintraten, hatten wir heftigen Wind und große Wellen, und das Schiff fing an zu taumeln wie ein Trunkener, so daß denn auch die Passagiere einer nach dem andern ihren unfreiwilligen, Schmerz und Stöhnen erregenden Tribut dem Meere gaben. Abends 4 Uhr wurde es ruhiger, so daß alle bis auf einen Franzosen zu Tische kamen. Die Kost ist sehr einfach. Um 10 Uhr ein Gabelfrühstück und um 4 Mittagessen. Alles italienisch zubereitet, genügend für mich, doch nicht für Andere. Mein armer Magen hat sich schon ein paar Mal übel beklagt und mir wehe gethan. Der Arme muß auch bald österreichisches, bald französisches, bald englisches, bald arabisches und jetzt italienisches Essen verdauen. Er behauptet, zu vielerlei sei uugesund, und ich stoße seine Behauptung nicht um; aber ich kann ihm nicht helfen, er muß sich's mit mir gefallen lassen und sich in's Unvermeidliche schicken lernen. Doch genug davon. Es fängt an heiß zu werden. Heute war's sehr empfindlich schwül. Mau würde im Hemde nicht frieren. — Am Tage meiner Abreise in Kairo besuchte mich noch General Stowe. Er hatte mir Tag's zuvor zwei Empfehlungsschreiben gesandt, eins an Ruof Pascha, General - Gouverneur im Sudan, und eins an seine Stabsoffiziere im Sudan. Ich glaube, der Nutzen meiner Audienz beim Liee-Köuig und andern hervorragenden Persönlich- 4*