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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 3-4 (1881) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
3-4 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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40 Was bedarf es eines ferneren Beweises? Die Worte Jesaiä sind klarer als das Licht der Sonne. Ihr selbst könnt es aus dieser Verheißung erkennen, daß der, von welchem sie redet als von Einem, der im Begriffe steht zu leiden und zu sterben, nicht um eigener, sondern um der Sünde Anderer willen, kein Anderer sein kann, als der König Messias, welcher der Sohn Davids nach dem Fleische sein sollte und auch, nach Jesaia und Jeremia, der ewige Gott. Das ist der, welcher zu euren Vätern in Egypten redete und sie aus der Knechtschaft erlöste, welche sie dort erlitten hatten. Es ist der Gott Israels und jetzt auch der Gott der Völker. So groß war seine Liebe zu euch, daß, da er eure Unähigkeit, alle Gebote eures Gesetzes zu halten, sah, und wie ihr darum dem Fluche, welchen das Gesetz droht, unterworfen wäret, er selbst einen menschlichen Leib annahm, allen Geboten an eurer Statt gehorchte (solchen Geboten, die weder Jude noch Nichtjude erfüllen kann) und all' das Elend erlitt, dem ihr gerechtermaßen unterworfen wäret. Er hat Gehorsam geübt und so viel erlitten, damit alle, die an ihn als den Messias glauben, der Gott und Mensch ist, das alleinige Opfer für die Sünde und die Gerechtigkeit der Sünder, ihn als einen gnädigen und barmherzigen Gott erfinden mögen, der ihnen alle ihre Uebertretungen vergiebt und ihrer Sünden nicht mehr gedenkt, wie geschrieben steht (Jesaia 43, 25): „Ich, ich tilge deine Uebertretung um meinetwillen". Das Wort, welches hier steht, heißt „um meinetwillen", und nicht „um deinetwillen". Wer aber nicht glauben will, daß der Messias, der Gott selbst war, in die Welt kam, die Sünde der Menschen zu tragen, der soll in seiner Gottlosigkeit sterben und für immer umkommen; denn es giebt keinen Weg zum ewigen Leben außer durch den Namen des Messias. Er allein ist unsere Gerechtigkeit, und um seinetwillen allein gefällt es Gott, uns Gnade zu erweisen. Fürchtet jedoch nicht, daß der, welcher an den Messias glaubt, sich selber einen neuen Glauben aufstellt, welcher seinen Vätern unbekannt war. Es ist nicht ein neuer Glaube; denn Adam und Eva hatten nach dem Falle keinen andern Trost als die Hoffnung auf einen zukünftigen Messias. Gott verhieß ihnen denselben, als den Weibessamen, indem er sprach (1. Mose 3, 15): „Derselbe soll deinen Kopf zertreten", d. h. Messias soll Satan, den Urheber des Bösen überwinden. Und danach, als die Menschen

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