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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 1-2 (1881) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
1-2 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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80 Wissenschaft ernannt und aus dieser Stellung zum Amte eines Revisors der Kgl. Privatkasse befördert. In allen diesen Aemtern muß er sich jedesfalls die Zufriedenheit des Königs erworben haben; denn er wurde von demselben zum Staatsrath erhoben. Erst nach dem Tode desselben wurde er seines Dienstes entlassen und starb Anfang 1751, 62 Jahr alt, an einem Schlagfluß. Verheirathet war er mit „der Tochter eines Hauptmanns und hatte etliche feine Kinder". Der Name seiner Frau und seiner Kinder und die Schicksale derselben sind uns nicht bekannt. Vielleicht gelingt es aber dem hochverehrten Or. Kalkar in Kopenhagen noch einmal, unsere Nachrichten über Clausberg zu vervollständigen. Was uns jedoch am Meisten interessirt, ist der innere Gang, den dieser Mann genommen hat, und über diesen Punkt können wir in der Hauptsache Rechenschaft geben. Als St. Schultz im Jahre 1748 mit Miss. Bennewitz Dänemark besuchte, fanden beide auch bei Clausberg die freundlichste Aufnahme. Gerade während sie sich einmal bei ihm befanden, ließ sich ein jüdischer Künstler melden und bat, vor dem Herrn Staatsrath eine Probe seiner Geschicklichkeit ablegen zu dürfen. Clausberg trug danach kein Verlangen, ließ deswegen aber den Juden doch nicht gehn, sondern redete ihm ernstlich zu Herzen und zeigte ihm kurz, aber eindringlich!, daß er vor Allem darauf bedacht sein müsse, nach dem Wege des ewigen Lebens zu fragen. Nachdem sich dieser Mann entfernt hatte, wandte sich Clausberg aber an die beiden Missionare und sprach zu ihnen: „Ich bin nun über 30 Jahre dem Namen nach ein Christ gewesen, aber ich habe wahrlich nicht gewußt, was das wahre Christenthum sei. Nun ich aber in die Stille komme, lerne ich es erst. So viel ist mir gewiß: wenn auch kein Mensch glaubte, daß Jesus der Messias sei, so glaube ich es. Allein das wahre Leben, das in Christo ist, habe ich nicht erfahren gehabt. Darin bin ich jetzt noch ein kleines Kind." Den Nachmittag über bis zum Abend behielt dann Clausberg die Missionare bei sich, und in Gesprächen, welche den beiden Zeugen des Evangeliums unter Israel eine wahre Herzenserquickung waren, verging diese Zeit. Ehe St. Schultz und Bennewitz Kopenhagen verließen, folgten sie noch einer Einladung Clausbergs zum Mittagsmahl. Bei dieser Gelegenheit äußerte der Staatsrath: „Nun fange ich erst an zu leben. Es ist zu beklagen, daß die meisten Lehrer hinsichlich der

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